Mikc Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Bahrain - Donnerstag - 25.3.2021 xpb
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Mick Schumacher vor Formel-1-Debüt in Bahrain

Mick Schumacher vor F1-Debüt Das Ziel ist das Ziel

Am Montag feierte Mick Schumacher seinen 22. Geburtstag. Am Wochenende startet er in seinen ersten Grand Prix. Die Vorfreude ist groß, die Erwartungshaltung innerhalb des Teams klein. Die Haas-Rookies sollen Kilometer sammeln, lernen und ins Ziel fahren.

Es ist ein Neustart für Haas. Der US-Rennstall hat sich für einen unkonventionellen Weg entschieden. Die beiden etablierten Fahrer, Romain Grosjean und Kevin Magnussen, wurden gegen zwei Rookies eingetauscht. Mick Schumacher und Nikita Mazepin – beide 22 Jahre jung – starten in Bahrain in ihr erstes Grand-Prix-Wochenende.

Der Name Schumacher zieht die Aufmerksamkeit von Fans und Journalisten an. Und so werden die Augen zum Saisonstart auch auf die letzten Startreihen gerichtet sein. Es würde einem Wunder gleichkommen, wenn Haas in diesem Jahr nicht in den Niederungen der Königsklasse fahren würde. 2021 ist als Übergangs-Saison ausgerufen.

Der einzige Gegner dürfte Williams heißen. Und da vermutlich auch nur Nicholas Latifi. Teamchef Guenther Steiner schwört seine beiden Neulinge ein, und nimmt ihnen gleichzeitig den Druck. "Es wäre schon ein Erfolg, wenn sie das Auto ins Ziel bringen. Damit wäre garantiert, dass sie viel fahren. Und das ist das wichtigste für sie. Jeder Kilometer bringt ihnen Erfahrung."

Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - Test - Bahrain - 13. März 2021
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Mick Schumacher strampelte bei den Testfahrten in Bahrain 980 Kilometer ab.

Schumacher mit Vorfreude

Haas hat über den Winter nur das nötigste am Auto verändert. Die Ingenieure passten den VF-21 an das neue Aerodynamik-Reglement an. Das Auto bekam einen modifizierten Frontflügel, einen Kapuzenflügel unter der Nase und überarbeitete Bargeboards. Außerdem ist die Verkleidung neu. Die Änderungen am Ferrari-V6-Turbo zwangen die Ingenieure zu einem anderen Design.

Der US-Rennstall wird in dieser Saison lediglich ein Upgrade auflegen. "In Imola werden wir ein paar neue Teile ans Auto schrauben. Ein paar Kleinigkeiten. Wir wussten vor vier Wochen, dass wir die Updates nicht bis zum Saisonstart produzieren werden können. Das ist sich zeitlich nicht ausgegangen", erklärt Steiner.

Nach dem zweiten Rennen wird der VF-21 sein Gesicht nicht mehr ändern. Haas konzentriert sich voll auf das 2022er Auto. Der Plan: 2022 sollen sowohl der Rennwagen als auch die Rookies gut genug vorbereitet sein, um wieder ins Mittelfeld vorzudringen. So wie 2018, als das Team den fünften WM-Platz eroberte.

Mick Schumacher kann sich in dieser Umgebung als Fahrer entwickeln. Er fiebert seinem Debüt entgegen, und fühlt sich bereit für die große Aufgabe, obwohl er sich im neuen Auto nur auf 980 Kilometern vorbereiten konnte. "Klar wäre mehr Zeit im Auto gut gewesen. Aber ich fühle mich in allen Szenarien wohl im Auto – beim Start, Boxenstopp, unter der Fahrt. Alle Programmpunkte der Vorbereitung sind abgehakt. Die Vorfreude überschattet die Nervosität."

Mick Schumacher -  Haas - Test - Formel 1 - Bahrain - 12. März 2021
Jerry André
Programmpunkt am Wochenende: Schumacher muss die sensiblen Pirelli-Reifen verstehen.

Keine Dummheiten machen

Der Meister der Formel 2, den ganz Motorsport-Deutschland bei seinem Debüt verfolgen wird, will seine Karriere in der Königsklasse Schritt für Schritt aufbauen. Schumacher verzichtet auf Ansagen. Stattdessen übt er sich in Zurückhaltung. "Ich muss nicht alles sofort lernen. Ich will zunächst verstehen, wie das Wochenende abläuft, und wie man es nach und nach aufbaut. In der Formel 2 gab es ein Training, dann ging es sofort in die Qualifikation. Die Formel 1 ist anders. Ich will am Trainingsfreitag alles so erledigen, dass es ab dem dritten Training keine Fragezeichen mehr gibt."

Und dann wäre ein erstes Ausrufezeichen im teaminternen Zweikampf aus Sicht der Schumacher-Fans wünschenswert. Der 22-Jährige selbst will es nicht offen aussprechen, dass er Mazepin im ersten Qualifying-Duell schlagen will. Stattdessen sagt Schumacher: "Es ist wichtig, dass wir zusammenarbeiten. Mit einem offenen Datenaustausch lernen wir beide. So werden wir zusammen schneller."

Am ersten Rennwochenende wird es für Schumacher auch darum gehen, die sensiblen Pirelli-Reifen zu verstehen. Zwar backen die Italiener auch die Reifen für die Formel 2, doch es gibt Unterschiede. Und die gilt es zu erfühlen, um den Reifen auf eine Runde auszuquetschen und über die Distanz zu streicheln.

Schumacher nennt ein Beispiel. "Der Unterschied zwischen der Mischung C3 und C4 ist kleiner als es in einem Formel-2-Auto der Fall ist. Es wird wichtig zu lernen, wo das echte Limit der einzelnen Reifenmischungen liegt. Das kommt mit der Erfahrung. In den ersten Rennen gibt es da sicher eine Lernkurve."

Zum Schluss mahnt sich der Rookie selbst. "Ich möchte keine Dummheiten machen. Ich werde sicher nicht zu aggressiv ins Rennen gehen. Wenn sich aber die Möglichkeit ergibt, werde ich auch ein Überholmanöver starten."

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