Mick Schumacher in die Formel 1?

Ferrari-Tür steht immer offen

Mick Schumacher - Formel 3 - 2018 Foto: Wilhelm 67 Bilder

Sehen wir bald den nächsten Schumacher in der Formel 1? Mick, der Sohn von Rekordweltmeister Michael, rast gerade in der Formel 3 von Sieg zu Sieg. Das Talent ist auch im Fahrerlager der Königsklasse nicht unbemerkt geblieben.

In den letzten Jahren war Mick Schumacher von Nachwuchsexperten zwar stets als überdurchschnittlich begabt aber nicht gerade als Ausnahmetalent gehandelt worden. Dass der 19-jährige seinem berühmten Vater mal in die Formel 1 folgen könnte, galt lange Zeit als höchst unsicher. Doch das hat sich nun geändert.

Seit einigen Wochen ist bei Mick der Knoten geplatzt. Nach seinem Formel-3-Premierensieg in Spa stand der Youngster an den darauffolgenden Rennwochenenden in Silverstone und Misano erneut ganz oben auf dem Podium. Und beim Heimspiel am Nürburgring Anfang September überraschte der Nachwuchsmann in den drei Rennen mit einem lupenreinen Hattrick. Damit schoss Schumi Jr. auf Rang 2 derGesamtwertung. Zwei Rennwochenenden vor Schluss ist nun sogar der Titel drin.

Wie geht es weiter mit Mick Schumacher?

Die Siegesserie ist auch im Formel-1-Fahrerlager nicht unbemerkt geblieben. Das Thema Mick Schumacher wird heiß diskutiert. Aus dem Umfeld des Teenagers ist zu hören, dass er in der kommenden Saison entweder noch ein weiteres Lehrjahr in der dann neuformierten Formel 3 absolvieren oder eventuell auch in die Formel 2 aufsteigen will. Ein direkter Sprung in die Königsklasse sei nicht vorgesehen.

Maurizio Arrviabene - GP Singapur 2018 Foto: Wilhelm
Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene würde sich freuen, wenn Mick in Maranello in die Fußstapfen seines Vaters treten könnte.

Dennoch beflügelt der Name Schumacher natürlich die Träume vieler Formel-1-Fans. Und wenn der Junior seinem Vater nacheifert soll, dann kommt natürlich sofort auch Ferrari ins Spiel. Teamchef Maurizio Arrivabene hat den schnellen Nachwuchsmann auf jeden Fall schon mal im Auge.

„Das wichtigste ist jetzt aber erstmal, dass er sich ohne Druck entwickeln kann. Die letzten Ergebnisse waren wirklich sehr, sehr gut und ich wünsche ihm natürlich eine große Karriere. Mit seinem Namen, der in die Geschichtsbücher von Ferrari eingegangen ist, steht die Tür in Maranello für ihn immer offen“, erklärte der Team-Capo.

Arrivabene stellte aber auch klar, dass die Familie die Entscheidung treffen muss. „Lass den Jungen jetzt einfach mal Spaß haben. Er muss natürlich konzentriert und fokussiert bleiben aber gleichzeitig muss er auch mit Freude an seinem Job langsam und stetig wachsen. Dann werden wir sehen, was die Zukunft bringt. Wie könnten wir in Maranello zu solch einem Namen 'nein' sagen.“

Großer Schritt in die Formel 1

Auch die Teamchefs der Konkurrenz haben Schumacher schon auf dem Radar, warnen aber davor, den berühmtesten Sohn der Motorsportwelt zu schnell zu verheizen. „Der Schritt von der Formel 3 in die Formel 1 ist sehr groß“, gibt zum Beispiel Sauber-Teamchef Frederic Vasseur zu bedenken.

„Mit den wenigen Testtagen, die man im Winter hat, ist es zwar nicht unmöglich aber sehr schwer. Es wäre sinnvoll, wenn er erst einmal die Formel 2 machen würde. Aber er könnte sich bei einem Formel 1-Team anschließen und schon ein paar Trainingseinsätze absolvieren. Es gibt viele Wege, wie man sich auf die Formel 1 vorbereiten kann.“

Kollege Guenther Steiner, vom zweiten Ferrari-Kundenteam Haas, prophezeit Schumacher eine goldene Zukunft: „Es gibt momentan einen großen Hype um Mick Schumacher. Er macht ja auch einen guten Job in der Formel 3. Wir haben uns das noch nicht genau angeschaut. Wir sind ein junges Team und bevorzugen deshalb erfahrene Piloten. Aber ich denke, Mick Schumacher hat eine Zukunft in der Formel 1. Mal abwarten, was er in den nächsten Jahren macht und wie seine Pläne aussehen.“

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