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Schumi ohne Simulator: Keine Ausrede für Mazepin

Schumacher nicht im Simulator Keine Ausrede für Mazepin

Im Vergleich zu den letzten Rennen drehte Mick Schumacher vor dem GP Katar keine Runden im Simulator. Deshalb beginnt er bei der Streckenkenntnis auf ähnlichem Niveau wie der Teamkollege. Nikita Mazepin war sogar vor sieben Jahren bereits in Katar unterwegs.

Es ist ein Vorteil, den Mick Schumacher in dieser Saison schon öfters genossen hat. Im Gegensatz zu Teamkollege Nikita Mazepin kann er sich im Simulator auf Rennstrecken vorbereiten. Meistens jedenfalls. Dafür darf der Ferrari-Junior die Infrastruktur in Maranello nutzen. Ein Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen, vor allem, wenn es auf neue Rennstrecken geht. Darauf hat Mazepin bereits ein paar Mal hingewiesen.

Diesmal ist es anders herum. Nicht Schumacher kennt den Losail International Circuit, sondern der Teamkollege. "Ich bin nicht im Simulator gefahren. Die Strecke ist völlig neu für mich. Sie sieht jedenfalls interessant aus. Ich bin schon auf das erste Training gespannt. Was sich beim Blick auf das Layout sagen lässt: Die Strecke sieht recht schnell aus. In den vielen Kurven werden die Reifen sicher leiden."

Mazepin genießt in der Wüste einen Vorteil. Wenn es auch nur ein kleiner ist. Der Russe ist neben Sergio Perez der einzige Fahrer, der auf dem 5,380 Kilometer langen Kurs in der Vergangenheit gefahren ist. "Das war 2014. Es war das erste Mal, dass ich ein Formelauto gefahren bin. Ich kann mich nicht so sehr an das Gefühl erinnern. Aber daran, dass es extrem sandig war. So etwas habe ich nie mehr sonst erlebt. Ich konnte kaum etwas sehen."

Und weiter: "Die Highspeed-Kurven werden ein Test für den Nacken der Fahrer. Dass ich hier vor sieben Jahren gefahren bin, wird mir vielleicht in den ersten zehn Runden helfen. Danach werden die anderen aufgeholt haben." Wenigstens hechelt er dem Teamkollegen bei der Streckenkenntnis nicht hinterher.

Haas - Formel 1 - GP Katar - Donnerstag - 18.11.2021
ams

Kimi-Unfall ein "Teil des Wachsens"

Das letzte Rennen machte den Haas-Piloten Hoffnung. Williams lag in Reichweite. Schumacher glaubt sogar, dass er ohne Unfall vor den Autos aus Grove hätte ins Ziel kommen können. "Wir hatten die Pace, sie zu schlagen." Es kam ein Zwischenfall in der Frühphase des GP Brasilien dazwischen. Im berühmten Senna-S kollidierte der Sohn des siebenfachen Weltmeisters mit dem erfahrensten Piloten im Feld.

Schumacher legte sich mit Kimi Räikkönen an, der ihn auf der Außenseite überholte. Dabei riss er sich den Frontflügel am Heck des Alfa Romeo ab. Der Youngster schildert den Vorfall aus seiner Sicht: "Wir haben uns beide nicht viel Platz gelassen. Das macht so einen Zweikampf aber auch aus. Ich bin innen über den Kerb gefahren. Das hat leider Übersteuern ausgelöst, weshalb ich in Kimi reingerutscht bin." Ärger aufgrund des finanziellen Schadens habe es deswegen nicht gegeben. "Dieses Risiko muss ich mir erlauben dürfen, um etwas lernen zu können. Das gehört zum Prozess des Wachsens dazu."

Und warum lief es in Brasilien besser als zuvor? Wieso konnte Haas mit Williams mithalten? Einerseits wohl deshalb, da der Traditionsrennstall seit ein paar Rennen seiner Form gewisser Weise hinterherläuft. Andererseits hat das US-Team auch ohne Upgrades einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Das ist normal, je länger die Rookies dabei sein. Mit jedem Rennen lernen sie dazu.

2022 Haas sieht aggressiv aus

Das Verständnis für den VF-21 ist gewachsen. Schumacher kann ihn mehr nach seinen Bedürfnissen abstimmen. "Wir haben das Setup inzwischen perfektioniert. Das bringt uns näher an die anderen heran." Zudem habe in Brasilien der Motor eine geringere Rolle gespielt. "Und in Sao Paulo ging es in erster Linie darum, in einen Rhythmus zu kommen. Das mag ich", sagt Schumacher. Haas verzichtet wie Alfa Romeo darauf, das Hybrid-Upgrade bei Ferrari zu beantragen. Man spart sich die Extra-Kosten und mögliche Strafen.

Auch zum neuen Auto äußerte sich Schumacher im Vorfeld des GP Katar. Haas hegt die Hoffnung, im nächsten Jahr mit einem besseren Rennwagen ins Mittelfeld der Formel 1 vorzudringen. Schumacher verrät nicht zu viel: "Das 2022er Auto sieht recht aggressiv aus. Vor allem im Vergleich zum Modell, das die Formel 1 in Silverstone vorgestellt hatte. Wir sollten von der Pace auch nicht zu weit weg sein, wenn wir es mit dem aktuellen Auto vergleichen."

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