Mick Schumacher - Prema - Bahrain 2020 - Outer Circuit Motorsport Images
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Mick Schumacher - Haas - GP Sakhir 2020 - Bahrain
Mick Schumacher - Haas - GP Sakhir 2020 - Bahrain
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Meistertitel für Mick Schumacher in der Formel 2

Titel für Schumacher in Formel 2 Als Meister in die Formel 1

Mick Schumacher steigt als Meister der Formel 2 in die Formel 1 zu Haas auf. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher zitterte sich zum Meisterpokal. Konkurrent Callum Ilott konnte von Schumachers Fehlern nicht profitieren.

Es wurde der erhoffte Showdown zwischen Mick Schumacher und Callum Ilott, den der neue Haas-Pilot für sich entschied. Vier Tage nach Bekanntgabe seines Aufstiegs zum US-Rennstall sicherte sich Schumacher seinen zweiten wichtigen Titel in einer Nachwuchsklasse. 2018 gewann er die Formel-3-EM. Jetzt ist er Meister der Formel 2.

Der neue Titelträger machte sich das Leben am zweiten Wochenende von Bahrain unnötig schwer. Ein selbstverschuldeter Unfall in der Qualifikation. Nur Startplatz 18. Eine Aufholjagd im Hauptrennen, die ihn auf den sechsten Platz brachte – direkt hinter Ilott. Mehrere Verbremser im Sprintrennen vernichteten den harten Reifensatz und verlangten einen Notwechsel auf die weiche Mischung. Schumacher rutschte auf Platz 18 ab.

Und trotz eines punktelosen Finales behauptete sich der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters an der Spitze des Klassements. Weil auch Ilott auf dem Outer Track von Bahrain im zweiten Lauf keinen Punkt holte. Prema jubelte über den Fahrertitel. Der Nachwuchsrennstall war auch das erfolgreichste Team der Saison. Die Italiener räumten mit Schumacher und Robert Shwartzman die wichtigen Pokale ab.

Schumacher bremst Ilott

Ilott startete am Samstag zwar neun Positionen vor Schumacher, schlug aber kein Kapital daraus. Dem Engländer fehlte das ganze Wochenende auf der Kurzversion der Sakhir-Strecke ein bisschen Geschwindigkeit. Ilott verbesserte sich im Hauptrennen zwar auf den fünften Platz, doch Schumacher sah die Zielflagge direkt hinter seinem Rivalen. Mit der schnellsten Rennrunde hielt er den Abstand bei 14 Punkten. Schumacher konnte eigentlich beruhigt in den Sprint gehen – zumal er vor Ilott startete.

Trotzdem zeigte er Nerven. In der vierten Kurve bremste sich der 21-Jährige den rechten Vorderreifen eckig. "Mein Fehler. Ich habe bei böigem Rückenwind viel zu spät gebremst. Der Bremsplatten hat mein ganzes Rennen beeinflusst."

Mick Schumacher - Callum Ilott - Bahrain 2020 - Outer Circuit
Motorsport Images
Ferrari-Junioren im Clinch: Schumacher setzte sich um 14 Punkte gegen Callum Ilott durch.

Zunächst kämpfte er noch mit Jehan Daruvala um den zweiten Platz. Doch gegen Rennmitte unterliefen Schumacher weitere Verbremser. Der rechte Vorderreifen hauchte langsam sein letztes Leben aus. Titelrivale Ilott hing Schumacher bereits im Diffusor. Mit allen Tricks verteidigte sich der Prema-Pilot und sorgte dafür, dass sich der Fahrer von Uni-Virtuosi-Racing hinter ihm selbst die Reifen ruinierte. Bei seinen Attacken konnte Ilott die Hinterreifen nicht schonen. Der 22-Jährige bezahlte es gegen Rennende. Ilott war da nur noch Kanonenfutter. Der Meisterschaftszweite fiel aus den Punkten bis auf die elfte Position.

Schumacher konnte aufatmen. Nach einem Notstopp sah der gebürtige Schweizer seine Felle bereits davonschwimmen. "Ich wollte eigentlich gar nicht in die Box fahren. Ich hatte Angst. Doch mein Team hat mir gesagt, wir werden nicht bis zum Ende auf dem durchgebremsten Reifen durchhalten. Es war ein schlechtes Rennen von mir. Doch das werden die Leute vergessen. Ich auch. Am Ende zählt nur die Meisterschaft. Daran erinnern sich die Leute später."

Tsunoda löst Superlizenz

Es ging drunter und drüber auf dem Outer Circuit von Bahrain. Doch trotz zahlreicher Rad-an-Rad-Kämpfe und Positionswechseln krachte es in den Rennen nicht. Die Rennleitung musste nicht ein einziges Mal das Safety Car auf die Strecke schicken. Nur für eine halbe Runde am Sonntag wurde ein virtuelles Safety Car ausgerufen, weil ein abgebrochenes Leitbleche von der Zielgerade entfernt werden musste. Yuki Tsunoda war der Mann des Wochenendes. Hondas Protege löste mit einem Sieg im Hauptrennen sein Ticket für die Formel 1. Der Japaner rückte auf den dritten Platz in der Meisterschaft auf, erhält die Superlizenz und kann damit 2021 für Alpha Tauri in der Formel 1 fahren.

Tsunoda raste auf die Pole Position und setzte sich im Rennen erfolgreich gegen Nikita Mazepin und Robert Shwartzman durch, mit denen er sich über den Großteil balgte. Guanyu Zhou musste er nicht mehr fürchten. Eine Fünfsekundenstrafe verbaute ihm die Chance auf den Sieg. Mazepin purzelte mit zwei Zeitstrafen vom Podest. Er hatte sich unfair gegen Tsunoda und Felipe Drugovich verteidigt. Den Brasilianer schickte er so neben die Strecke, dass dieser ein Styropor-Schild umnietete.

Im letzten Saisonrennen arbeitete sich Tsunoda von Platz acht auf zwei vor. Den Sieg räumte Jehan Daruvala ab, der sich in Runde 25 von 34 Umläufen Dan Ticktum schnappte und sich den Spitzenplatz nicht mehr abjagen ließ. Die Formel 2 zählte damit 12 verschiedene Saisonsieger.

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