Carlos Sainz - GP Mexiko 2019 Motorsport Images
Charles Leclerc  - Ferrari - Formel 1 - GP Mexiko - 26. Oktober 2019
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 26. Oktober 2019
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 26. Oktober 2019
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 26. Oktober 2019 42 Bilder

Mittelfeld-Schlacht in Mexiko

Platz 11 besser als Platz 7?

Das Rennen hinter den drei Top-Teams verspricht in Mexiko mehr Spannung als sonst. McLaren und Toro Rosso starten zwar innerhalb der Top Ten, müssen aber auf den schlechteren Reifen losfahren. Das ist die Chance der Verfolger.

Bei den meisten Rennen startet die Mehrzahl der Autos auf den weichen Reifen. In Mexiko ist das anders. Die Soft-Gummis, die Pirelli zum Rennen auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez mitgebracht hat, neigen zu extremem Graining, was die Haltbarkeit stark verringert. Die nächtlichen Regenfälle und die moderaten Temperaturen verstärken das Problem noch.

Die Folge wurde in der zweiten Qualifying-Runde deutlich sichtbar. Die meisten Teams versuchten sich mit den Medium-Reifen für die Plätze in den Top Ten zu qualifizieren, um nicht gezwungen zu werden, mit den Softs zu starten. Doch am Ende schafften es nur die drei Top-Teams Ferrari, Red Bull und Mercedes, den rotmarkierten Gummis aus dem Weg zu gehen.

McLaren und Toro Rosso starten auf Soft

Die beiden McLaren in der vierten Reihe und die beiden Toro Rosso in Reihe fünf müssen in den sauren Apfel beißen und mit den ungeliebten Softs losfahren. Die große Frage vor dem Rennen lautet, wie weit man auf den sensiblen Gummis überhaupt kommt. Nico Hülkenberg probierte im zweiten Training einen Longrun und kam damit immerhin auf zehn Runden bei einigermaßen konstanten Zeiten.

Sergio Perez - GP Mexiko 2019
Motorsport Images
Sergio Perez hofft, dass er von der freien Reifenwahl profitiert und seinen Fans viele WM-Punkte schenken kann.

Bei McLaren gibt es dagegen noch keine großen Erfahrungswerte. Es wird eine Fahrt ins Blaue: „Wir wissen noch nicht, wie weit wir kommen“, verrät Teamchef Andreas Seidl. „Das hängt auch von den äußeren Bedingungen ab und in welchem Zustand sich die Strecke befindet. Klar ist, dass wir versuchen müssen, so lange wie möglich durchzuhalten.“

Lando Norris hofft, dass ihn die Autos, die ab Platz 11 mit den härteren Reifen starten, nicht so schnell aufschnupfen. „Sie haben sicher einen Vorteil. Aber wir haben immerhin noch die beiden Toro Rosso dazwischen. Ich hoffe, dass sie wie eine Art Puffer wirken und die anderen Autos dahinter etwas aufhalten.“

Perez hofft auf Punkte beim Heimspiel

Der einzige Pilot aus dem Mittelfeld, der es vielleicht geschafft hätte mit Mediums durchzukommen, war Carlos Sainz. „In meinem ersten Run war ich in den ersten beiden Sektoren auf dem Kurs, die berechnete Zeit fürs Weiterkommen zu schaffen. Dann bin ich aber im Stadion in den Verkehr geraten. Ich hätte es gerne im zweiten Run noch einmal probiert. Aber das Risiko nicht ins Q3 zu kommen war einfach zu groß“, bedauerte der Spanier.

Während man bei McLaren und Toro Rosso hofft, dass der Nachteil der Reifen nicht so schwer wiegt, hoffen die Verfolger jenseits der Top Ten auf fette Punkte. Sergio Perez steht praktisch in der Pole Position der zweiten Hälfte der Startaufstellung. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Racing-Point-Pilot: „Ich denke, mit dem elften Startplatz für mein Heimrennen ist es optimal gelaufen.“

Der Lokalmatador war überhaupt nicht sauer, dass er den Einzug in das Q3 um 8 Tausendstel verpasste. „Mit der freien Reifenwahl haben wir alle Optionen, was die Strategie angeht. Hoffentlich bekommen wir dadurch die Chance, ein paar WM-Zähler zu sammeln. Ich will unbedingt ein gutes Ergebnis für meine Fans, die mich hier so toll unterstützen. Die Atmosphäre hier an der Strecke ist wirklich einzigartig.“

Nico Hülkenberg - GP Mexiko 2019
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Renault muss mit einem suboptimalen Setup in das Rennen starten.

Renault von der Technik gestoppt

Auch bei Renault macht man sich noch Hoffnungen, in die Top Ten vorzudringen. Nico Hülkenberg schielt auf den achten Platz. Dabei lief für die Werks-Equipe am Samstag nicht viel zusammen. Eine Verunreinigung im Öl des Kühlsystems sorgte dafür, dass beide Renault das dritte Training verpassten. Dabei hätten die Piloten die Übungseinheit wegen der durchgeführten Setup-Änderungen gut gebrauchen können.

„Wir haben das Auto leider nicht in die richtige Richtung verändert. Das hätten wir mit ein paar Runs im dritten Training schnell bemerkt“, klagte Hülkenberg. „Durch die Parc-Fermé-Regeln können wir jetzt am Setup leider nicht mehr viel machen. Mit der freien Reifenwahl am Start hoffe ich aber, dass im Rennen doch noch etwas nach vorne geht. Unsere Rennpace war zuletzt immer ganz ordentlich.“

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