Monaco-Crash

Montoya auf Schmusekurs

Foto: BMW

Nach seinem ersten Ausfall der Saison nahm Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher nochmals Stellung zu seiner Kollision beim GP von Monaco.

"Die Hinterherfahrenden müssen immer auf die vorne fahrenden achten“, ging Schumacher auf seinen Unfall mit Williams-BMW-Pilot Juan Pablo Montoya ein, "und deshalb habe ich ganz sicher nicht in meine Rückspiegel geschaut, weil ich davon ausgehe, dass jeder weiß, wie beschleunigt und gebremst wird. Daher kam es für mich etwas überraschend. Wenn ich noch weiter beschleunigt hätte, wäre ich dem Safety Car hinten drauf gefahren.“

"Wenn ich mir die Aufnahmen noch einmal so ansehe, dann hätte ich - wenn ich vielleicht in die Spiegel geschaut hätte - vielleicht nicht auf die Ideallinie hinübergezogen. Aber ich habe mit Montoya dort an dieser Stelle nicht gerechnet.“

Das Urteil der Sportkommissare, dass es sich nur um einen normalen Rennunfall handelte und zu keiner Bestrafung Montoyas führte habe er zwar akzeptiert, "ihm aber wahrscheinlich nicht hundertprozentig zugestimmt.“

Montoya: "Tat mir leid, Schumacher so ausscheiden zu sehen."

Montoya meinte dazu: "Schade. Eigentlich tat es mir echt leid, Michael so ausscheiden zu sehen. Ich lag ja sowieso eine Runde zurück, Barrichello zu diesem Zeitpunkt Drittplatzierter war ja nur 30, 40 Meter hinter mir. Die Runde hätte ich also in den restlichen 30 Runden sowieso nicht zurückbekommen, oder? Also war es mir egal. Wenn einer im direkten Zweikampf abfliegt, dann ist das was anderes. Ich wollte nicht vom fünften auf den vierten Rang vorstoßen, indem ich Michael rausboxe, ehrlich. Wie gesagt, tut mir echt leid. Ich wollte nicht in so einen Unfall reingeraten, vor allem nicht hinter dem Safety Car.“

Schumi: "Mika wird es schwer haben."

Zu der möglichen Rückkehr von Ex-Champion Mika Häkkinen meinte Schumacher: "Mika ist ein Naturtalent. Aber nach einer so langen Pause wieder zurückzukommen, ohne in der Zwischenzeit irgendetwas in der Formel 1 gemacht zu haben - nicht mal hier oder dort getestet zu haben - wird schwierig werden für ihn.“ Schumacher führte weiter aus: "Viele Leute würden froh sein, ihn wieder in der Formel 1 zu haben. Auch ich. Er war ein großer Konkurrent. Wir werden es sehen, was passiert. Aber andererseits befinden wir uns auch schon mitten in der Silly Season.“


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