Trotz Grid Girl-Verbot

Monaco will F1-Girls engagieren

Girls - Formel 1 - Grand Prix von Monaco 2017 Foto: ams 40 Bilder

Die Verantwortlichen des Monaco Grand Prix sind mit dem Grid-Girl-Verbot der neuen F1-Bosse nicht einverstanden. Im Fürstentum will man trotz der neuen Richtlinie hübsche Mädchen für das Rennen engagieren.

Die Meldung schlug im Winter ein wie eine Bombe. Um der Formel 1 ein neues, sauberes und familienfreundliches Image zu verpassen, kündigten die US-Bosse von Liberty Media das Ende der Grid-Girl-Tradition an. Auch die Kritik vieler Fans hielt die Verantwortlichen nicht von den Plänen ab.

Beim Saisonstart in Australien mussten die Piloten den Weg auf ihre Startplätze erstmals ohne die hübschen Platzanweiserinnen finden. Statt Grid Girls wurden „Grid Kids“ durch die Startaufstellung geführt. Junge Nachwuchstalente aus dem Kart-Bereich durften erstmals Formel-1-Luft schnuppern und für die Fotografen posieren.

Monaco Grand Prix will F1-Girls verpflichten

Grid Girls - GP USA 2017 - Austin F1 schafft Grid Girls ab Grid Kids für die Startaufstellung

Doch die Verantwortlichen des Klassikers in Monaco sind mit dieser Entscheidung alles andere als zufrieden. Beim berühmten Stadtrennen im Fürstentum, das schon seit der ersten F1-Saison 1950 Teil des F1-Kalenders ist, gehören Grid Girls seit eh und je zum Programm dazu. Sie sind fester Bestandteil des Glamour-Faktors – genau wie die Stars aus Hollywood oder die Luxus-Yachten im Hafen.

Einfach abfinden wollen sich die Verantwortlichen deshalb nicht mit den Plänen der F1-Bosse. Michel Boeri, der Präsident des altehrwürdigen Automobil Clubs de Monaco bestätigte in der Lokalzeitung „Nice Matin“, dass die Fans am Grand Prix-Wochenende nicht auf die Girls verzichten müssen.

„Auf keinen Fall. Unsere amerikanischen Freunde gehen davon aus, dass es die weiblichen Gefühle verletzen könnte, wenn man junge Frauen beschäftigt, um Schilder zu tragen. Unsere Hostessen aber absolvieren Model- und PR-Schulen. Sie treten während des Grand Prix bei Veranstaltungen auf, die dem Rahmen ihrer Ausbildung entsprechen. Und sie werden dafür bezahlt“, erklärte der Jurist.

Girls gehören zur Formel 1 dazu

„Sie sehen hübsch aus und gehören zur Landschaft der Formel 1. Warum um alles in der Welt sollte ich 30 Mädchen daran hindern, ihren Lebensunterhalt zu verdienen?“ Boeri sieht die Damen aber nicht nur als schmückendes Beiwerk, um die männlichen Fans zu beglücken „Wir verlangen von ihnen ein vorbildhaftes Verhalten. Sie müssen sich elegant präsentieren und Monaco vertreten.“

Auf der Startaufstellung werden die Monaco-Girls aber wohl nicht auflaufen. Da kann auch der ausrichtende Veranstalter nichts dran ändern. Ein bisschen ärgern wollen die Monegassen die neuen F1-Bosse aber schon: „Es wird Mädchen geben, wenn auch sicher ohne Schilder, aber zumindest als Kommunikations-Hostessen“, verspricht Boeri.

In der Galerie zeigen wir Ihnen gerne noch ein paar Bilder der hübschen Grid Girls aus Monaco.

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