Montoya verlässt Formel 1

Foto: Wolfgang Wilhelm

Update ++ Juan Pablo Montoya wird die Formel 1 nach dieser Saison verlassen und künftig in der amerikanischen Nascar-Serie an den Start gehen. Das kündigte der noch in Diensten von McLaren-Mercedes stehende Kolumbianer am Wochenende vor Journalisten aus seinem Heimatland in Chicago an.

"Es tut mir Leid, dass ich in diesem Jahr bisher nicht meine Erwartungen und die des Teams erfüllen konnte", sagte Montoya. Er freue sich auf die neue Herausforderung. "Das wird ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Das wird sehr lustig werden."

Montoya liegt in der Formel 1-Fahrerwertung dieser Saison nach zehn von 18 Rennen lediglich auf Rang sechs. Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat bereits angekündigt, in der nächsten Saison auf Montoya verzichten zu wollen. "Natürlich würden wir am liebsten mit Kimi und Alonso fahren", sagte der Manager am Rande des Grand Prix in Indianapolis.

Frank Williams: "Angriffslustig und entschlossen"

Frank Williams, mit dem Montoya in losen Verhandlungen stand, bedauert gegenüber der britischen "Autosport" den Abgang des Vollblutrennfahrers aus Kolumbien: "Juan ist so ein angriffslustiger und entschlossener Fahrer. Wenn er gut drauf war, waren seine Überhomanöver überragend." Williams, der Mark Webber ab 2007 etwa fünf Millionen Dollar pro Jahr zahlen muss, wenn er seine Option auf den Australier bis August einlöst, war am Südamerikaner interessiert, konnte Montoya aber nur ein Formel 1-Cockpit ohne nennenswerte Bezahlung anbieten.

So entschied sich der Kolumbianer für die Rückkehr in die USA, wo er mit zwei Champcar-Titeln (1999 und 2000) und dem Sieg beim Indy 500 im Jahr 2000 ein Superstar ist. "Er hat den Rennsport in den USA immer gemocht. So gesehen ist es für ihn wie eine Rückkehr nach Hause", sagt Frank Williams. Wie in seinen goldenen US-Jahren wird Montoyas Teamchef künftig wieder Chip Ganassi heißen.

Wiedersehen mit Villeneuve?

Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so klein, dass Montoya 2007 in der Nascar-Serie auf einen alten Bekannten trifft: Da Jacques Villeneuve kaum Optionen für einen Verbleib in der Formel 1 hat, liebäugelt auch der Kanadier mit einer Rückkehr in den US-Rennsport. Villeneuves Manager Craig Pollock räumt ein, bereits bei Villeneuves Formel 1-Zwangspause 2004 mit Nascar-Teams gesprochen zu haben.

Für beide ist das Nascar-Abenteuer ein riskantes Spiel. Bisher konnte sich bei den Nudeltopfrennen mit den Rustikalrennern noch kein Formel 1-Pilot durchsetzen.

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