Montoya versteht keinen Spaß

Foto: wilhelm/reinhard

Zwei Spaßvögel des australischen Fernsehens nahmen bei einer Pressekonferenz Juan Pablo Montoya auf die Schippe. Der Kolumbianer rauschte wütend ab.

Auf der Rennstrecke von Sandown, rund 30 Kilometer südwestlich der Grand Prix-Strecke gelegen, stellte sich Montoya rund 50 Medienvertretern im Rahmen einer BMW-Veranstaltung. Auch zwei Spaßvögel der australischen Variante von "Versteckte Kamera“ hatten sich unter das Journalistenvolk gemischt. Auf eine zunächst von Wortspielen durchsetze Frage kurz nach Beginn der Konferrenz rollte Montoya nur mit den Augen und antwortete mit "No comment“.

Nur wenige Minuten später begann die Situation zu eskalieren. Bei einem der beiden vermeintlichen Journalisten - offensichtlich beides ausgebildete
Schauspieler - klingelte laut das Mobiltelefon. Ohne Rücksicht auf Montoyas Ausführungen führte der Journalistendarsteller ein lautes Gespräch: "Was ist?...Ich bin mitten in einer Presskonferenz.... Wer? Juan Pablo Montoya!...Nein, das ist kein Golfspieler...“

Juan Pablo Montoya: "Habe genug"

Der Mann verließ den Saal, Montoya beruhigte sich wieder. Doch nur wenige Minuten später klingelte es erneut, diesmal bei dem zweiten Komödianten. Die extrem peinliche Situation wiederholte sich mit exakt dem gleichen, laut vorgetragenen Monolog. Montoya verließ daraufhin aufgebracht das Podest: "Ich habe genug“, waren die letzten Worte des Kolumbianers, der sich fortan in einem Hinterzimmer derart heftig aufregte, dass sich die draußen Wartenden durchaus ein Bild vom erheblichen Unmut des WM-Mitfavoriten machen konnten.

Zuvor äußerte sich Montoya zu seinem Weltmeisterschafts-Ambitionen. "Der WM-Titel ist ziemlich genau unser Ziel in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr waren wir knapp dran, aber es sollte eben nicht sein. Wir sind in diesem Jahr in einer guten Position, um den Titel zu holen. Das Auto ist ein Riesenschritt nach vorne. Es fühlte sich vom ersten Test an sehr stabil an“, zeigte sich Montoya optimistisch. Hauptgegner sei nach wie vor Ferrari. "Ferrari war bei den letzten Tests in Imola sehr stark, auch wenn die Streckentemperatur sehr, sehr niedrig war. Sollten sie beim ersten Rennen schneller sein als wir, heißt das noch lange nicht, dass sie auch die WM gewinnen.“

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