Mosley

Monaco-Besuch geplant

Foto: dpa

Der wegen einer Sex-Videoaffäre stark in die Kritik geratene FIA-Präsident Max Mosley will den Großen Preis von Monaco besuchen.

Anderthalb Wochen vor der Vertrauensfrage über sein Verbleib im Amt wird es Mosleys erster Auftritt bei einem Formel-1-Rennen nach Bekanntwerden der Affäre um sexuelle Rollenspiele mit angeblichen Nazi-Bezügen sein. Ein Sprecher des Internationalen Automobilverbandes FIA bestätigte am Freitag die Absicht des in Monte Carlo auch wohnhaften Mosleys und damit zugleich einen Bericht des britischen Fachmagazins "autosport".

"Ich werde zum Monaco-Grand Prix gehen. Ich lebe dort", wurde Mosley zitiert. Schon im vergangenen Jahr sei er nur bei einem Formel-1-Rennen komplett gewesen: "Das war Monaco." Eben weil er dort lebe, erklärte Mosley, der sich am Donnerstag bei der Eröffnung der Jordanien-Rallye erstmals nach Auftauchen des Videos am 30. März öffentlich gezeigt hatte.

Mosley in Jordanien

Zum Großen Preis der Formel 1 in Spanien, der an diesem Wochenende in Barcelona über die Bühne geht, habe er nie vorgehabt hinzufahren, sagte Mosley. Dass er in Jordanien sei, liege an der politischen Bedeutung dieser Veranstaltung. In dem Land wird zum ersten Mal ein Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft ausgetragen.

Mosleys Besuch soll unterschiedliche Reaktionen ausgelöst haben. Der 67-jährige Brite selbst wies jedoch Berichte zurück, wonach der König von Jordanien es vermieden habe, ihn zu treffen. "Es war nie vorgesehen, dass ich ihn treffe", wurde Mosley zitiert. Er sei vom jordanischen Prinz eingeladen worden, erklärte der FIA-Chef.

Vertrauensfrage im Juni

Mosley geriet wegen eines Sex-Videos, dass die britische Boulevardzeitung "News of the World" veröffentlicht hatte, in die Kritik. Neben einigen Nationalverbänden, darunter der deutsche ADAC, stellten auch Formel-1-Hersteller und ehemalige Piloten die Zukunft Mosleys als Spitzenfunktionär der FIA mehr oder weniger deutlich infrage. Der Brite, der jegliche Nazi-Bezüge bei den Handlungen mit fünf Prostituierten vehement von sich weist, soll nun am 3. Juni in Paris die Vertrauensfrage stellen.

Sollte die Mehrheit der FIA-Mitglieder gegen ihn stimmen, wolle er zurücktreten, hatte er jüngst in einem Zeitungsinterview angekündigt. Spätestens mit dem Ende seiner Amtszeit im Herbst 2009 plane er seinen Rückzug.

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