Mosley verteidigt Reglementsreform - Lob für Schumi

Foto: dpa

Max Mosley, der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA), hat Michael Schumacher ein dickes Lob ausgesprochen und die geplanten einschneidenden Reglementsänderungen in der Formel 1 verteidigt.

"Michael macht einen brillanten Job. Ich glaube nicht, dass seine Dominanz der Formel 1 schadet", sagte der Brite am Freitag (21.5.) vor Journalisten in Monte Carlo. "Dies tut eher das aktuelle Renngeschehen. Wir müssen die Autos ändern."

Ihre Vorschläge für radikale Veränderungen hatte die FIA vor vier Wochen in Imola bekannt gegeben. Diese sollen spätestens in der Saison 2008 gelten, teilweise bei Zustimmung der Teams aber schon früher eingeführt werden. Ziel ist unter anderem, durch weniger Elektronik, geringere Motorleistung, eingeschränkte Aerodynamik und Einheitsreifen den Grand-Prix-Sport spannender und billiger zu machen.

Mosley: Mehrheit für 2,4-Liter-Motoren

Mosley erklärte in Monte Carlo, dass eine Mehrheit die Reduzierung der Motoren von derzeit drei auf 2,4 Liter Hubraum sowie von zehn auf acht Zylinder befürworte. Zudem sollen die Triebwerke zwei Rennwochenenden eingesetzt werden. Für kleinere Teams ohne einen Automobilhersteller als Partner seien diese Motoren wesentlich billiger.

Durch aerodynamische Einschränkungen beim Chassis und das Verbot elektronischer Fahrhilfen soll laut Mosley "das Überholen wieder leichter" werden. Er wies darauf hin, dass bei den MotoGP, der höchsten Klasse der Motorrad-WM, die Piloten auf einer Runde höchstens zehn Prozent Vollgas geben könnten, in der Formel 1 liege der Vollgas-Anteil dagegen um die 60 Prozent.

Einzelzeitfahren - "ein uninteressanter Modus"

Keinen Zweifel ließ der Brite daran, dass die FIA als oberste Sportbehörde künftig nur noch einen Reifenlieferanten will. Ebenso sprach er sich gegen die intensiven Testfahrten aus: "Wir müssen das stoppen und ein Kilometermaximum einführen." Jeder Testkilometer koste über 1.000 Euro, was Unsinn sei. Durch Verbilligungen und die Möglichkeit, ganze Chassis oder Teile kaufen zu können, hofft Mosley auf den Einstieg von ein bis zwei Teams schon in der kommenden Saison, spätestens aber 2006.

Das allgemein als langweilig kritisierte Einzelzeitfahren muss laut Mosley verändert werden. "Der aktuelle Modus ist nicht interessant", sagte er. Die Teams sollen klare und einfache Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Er persönlich plädiere dafür, das momentan zweigeteilte Qualifying auf eine Stunde zusammen zu ziehen und die schnellste Runde für die Startaufstellung zu zählen.

Befürchtungen, die Königsklasse könnte durch die Radikalreform auf das Niveau der Formel 3000 mit einheitlichen Chassis, Motoren und Reifen absinken, hegt Mosley nicht. "Das sehe ich nicht so", sagte er und führte als Beispiel die Triebwerke an. "Selbst wenn ein Motor sechs Rennen lang halten müsste, würde er noch über 700 PS und 17.000 Umdrehungen leisten."

Generell sprach sich der FIA-Präsident dafür aus, das Ende 2007 auslaufende Concorde Agreement, in dem der Ablauf der Formel 1 verbindlich festgeschrieben ist, nicht mehr zu verlängern. Die FIA könne sich um das Sportliche kümmern und die Teams könnten direkt mit der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft die Verteilung der Gelder aushandeln.

Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

>>> Hier geht´s direkt zum F1-Tippspiel

Neues Heft
Top Aktuell Sean Bull Design - Formel 1 2021 - Lackierung - Lotus 98T Alte Designs auf 2021er Auto So sehen die Autos großartig aus
Beliebte Artikel Bernies neue Qualifikation Pierre Gasly - GP Singapur 2018 Mehr Power für die Motoren Kosten runter mit weniger Prüfstand
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Erlkönig Chevrolet Corvette C8 Chevrolet Corvette C8 Zora Mittelmotor-Sportler im Vergleich zum C7-Vorgänger VLN 7 - Nürburgring - 22. September 2018 VLN, 7. Lauf 2018 Black Falcon siegt vor Frikadelli
Allrad Volvo V60 Cross Country (2018) Volvo V60 Cross Country (2018) Neuer Schlechtwege-Kombi Rezvani Tank SUV Rezvani Tank SUV Panzer mit 707 PS
Oldtimer & Youngtimer 50 Jahre Opel GT Hockenheimring 50 Jahre Opel GT Grand Tour mit Röhrl und 75 GT VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018