Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - 1. Juli 2018 xpb.cc
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Technik-Ärger aus Spielberg

Mercedes bangt um Bottas-Motor

Mercedes hatte beim GP Österreich unglaubliches Pech, Red Bull unglaubliches Glück. Bei Max Verstappen wäre beinahe der gleiche Defekt aufgetreten wie bei Daniel Ricciardo. Bei Mercedes muss Valtteri Bottas sogar um seinen Motor bangen.

Siege und Niederlagen im Motorsport hängen oft an Kleinigkeiten. So auch beim GP Österreich. Lewis Hamilton stolperte über einen Pfennig-Defekt. Ein Metallclip im Inneren der Benzinpumpe fiel ab. Damit blockierte der Pumpenstößel.

Bei Valtteri Bottas nistete sich das Leck in einer Hydraulikleitung ein, die durch die Lenksäule führt. Ein Defekt, der noch nie vorher aufgetreten ist. Aber auch ein Schaden, der Folgen haben könnte. Der Motor lief auf den letzten Kilometern vor dem Ausfall zu heiß.

Den gesamten Freitag über haben die Motorentechniker in Brixworth den Motor untersucht, ob ihm die 45 Sekunden mit fallendem Hydraulikdruck geschadet haben. Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. Der Motor Nummer 2 wird das Freitagstraining bestreiten. Dann muss er raus, und Motor Nummer 3 kommt ins Auto.

Das Risiko mit einem möglicherweise angeschlagenen Motor Qualifikation und Rennen zu bestreiten, ist zu groß. Motor Nummer 2 kommt dann im freien Training in Hockenheim wieder zurück. Die beiden Trainingstage sollen den Ingenieuren zusätzliche Informationen liefern, ob der Motor später vielleicht doch wieder ein Rennen absolvieren kann. Der Einsatz des dritten Motors für den GP England ist straffrei. Aber irgendwann im letzten Saisondrittel wird es den Finnen mit einer Strafe erwischen. Dann wenn Mercedes die Spec 3-Stufe zündet.

Problem mit der Schelle aus dem 3D-Printer

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Österreich - 1. Juli 2018
Wilhelm
Für Daniel Ricciardo war in Spielberg vorzeitig Schluss.

Es gibt auch die umgekehrte Geschichte. Max Verstappen hatte großes Glück bei seinem Sieg in Österreich. Ihm wäre um ein Haar das Gleiche passiert wie Teamkollege Daniel Ricciardo im Rennen oder ihm selbst im dritten Training, als er plötzlich auf der Strecke ausrollte. Der Motor schaltete ab, das Display ging aus.

Das Problem war eine Auspuffschelle, die Red Bull auf einem 3D-Printer ausgedruckt hatte. Sie hatte zu viel Spiel. Bei hohen Drehzahlen vibrierte der Auspuff so stark, dass sich ein Riss bildete. Die heißen Auspuffgase haben dann den Kabelstrang im Bereich des Getriebes weichgekocht. Damit war auch die Schaltung tot.

Als Ricciardo in der 54.Runde ausrollte, bekam Verstappen sofort den Befehl, den Motor nicht mehr so hoch zu drehen. Das kostete 3 Zehntel pro Runde. Man erkannte an den Telemetriedaten, dass sich da ähnliches Unheil im Heck des Red Bull mit der Nummer 33 zusammenbraute.

Neuer Motor für Hülkenberg

Auch Nico Hülkenberg hat Glück im Unglück gehabt. Das gebrochene Turbinenrad im Turbolader beschädigte den Motor, aber nicht die MGU-H. Der Deutsche bekommt für den GP England einen neuen Turbolader und einen neuen Motor. In beiden Fällen die dritte Einheit. Hätte es auch die MGU-H erwischt, wäre eine Strafe fällig gewesen. Von der hat Hülkenberg bereits drei verbraucht. Auch der WM-Neunte weiß: Irgendwann erwischt ihn eine Strafe.

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