Mehr Motor-Strafen für Toro Rosso

Red Bull will Honda helfen

Brendon Hartley - Toro Rosso - Formel 1 - GP Österreich - 29. Juni 2018 Foto: Toro Rosso 11 Bilder

Die Toro-Rosso-Piloten müssen sich in der zweiten Saisonhälfte auf weitere Motoren-Strafen einstellen. Red Bull will Honda die Möglichkeit geben, Technik-Upgrades direkt im Rennbetrieb zu testen, um die Entwicklung voranzutreiben.

Die Junior-Fahrer in Diensten von Toro Rosso sind aktuell wirklich nicht zu beneiden. Brendon Hartley wanderte in der Startaufstellung nun schon dreimal in Folge nach hinten, weil die Ingenieure neue Antriebskomponenten einbauen ließen. Der Neuseeländer steht nach 10 Rennen bereits beim sechsten Verbrennungsmotor. Nur zur Erinnerung: Eigentlich sind nur drei für das ganze Jahr erlaubt.

In Silverstone kam noch das Problem mit der neuen Vorderradaufhängung dazu. Im dritten Training brach der untere Querlenker am Hartley-Auto ohne Vorwarnung und führte zu einem schweren Unfall. Beim Aufbau des Rennwagens zum Sonntag unterlief den Mechanikern bei der Verkabelung der Antriebseinheit auch noch ein Fehler, wodurch der Le Mans-Sieger von 2017 nach nur einer Runde aufgeben musste.

Toro Rosso erwartet weitere Strafen

Brendon Hartley - Toro Rosso - GP England - Silverstone - Formel 1 - Samstag - 7.7.2018 Hartleys vierter schwerer Crash Mit 15 g in die Wand

Auch bei Teamkollege Pierre Gasly lief es zuletzt nicht rund. Das erwähnte Aufhängungsproblem in Silverstone kostete im dritten Training von Silverstone wertvolle Proberunden. Im Rennen raubte eine nachträgliche Strafe dann auch noch den letzten WM-Punkt, den der Franzose nach hartem Kampf eigentlich gerne mitgenommen hätte. So blieb Toro Rosso nun schon zum vierten Mal in Folge ohne Punkte.

In Sachen Antriebskomponenten sieht es auch bei Gasly nicht gerade rosig aus. Im Auto mit der Startnummer 10 werkelt auch schon der vierte Verbrennungsmotor. Und dabei wird es sicher nicht bleiben. Bis zum Saisonende drohen beiden Piloten noch einige Startplatzstrafen für den Tausch von Elementen der Power Unit – und das sogar über das übliche Maß hinaus.

Rollendes Honda-Versuchslabor

Red Bull will dem Motorenpartner von 2019 die Möglichkeit geben, neue Teile zeitnah auf der Strecke zu testen. „Wir überlassen die Entscheidung natürlich Honda“, erklärte Teamberater Helmut Marko. „Aber wenn sie mit der Weiterentwicklung eine Zehntel finden, können sie die Ausbaustufe natürlich gleich im Rennen ausprobieren. Auch wenn das bedeutet, dass wir dafür Strafen kassieren.“

Auch wenn Hartley und Gasly es nicht gerne hören, ist die Taktik nachvollziehbar. Wenn Red Bull 2019 um den Titel fahren will, ist es wichtig, dass Honda mit der bestmöglichen Ausgangsbasis in die Saison startet. Da ist es verkraftbar, dass zur Erhöhung des Entwicklungstempos ein paar WM-Punkte beim Juniorteam geopfert werden. Bei nur zwei Autos, die für die Japaner in dieser Saison Daten sammeln können, muss jedes Rennen optimal genutzt werden.

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