Motoren-Deals bestätigt

Sainz nur ein Jahr bei Renault

Toro Rosso - GP Singapur 2017 Foto: sutton-images.com 17 Bilder

Jetzt ist es offiziell. McLaren fährt 2018 mit Renault-Motoren, Toro Rosso mit Honda. Carlos Sainz wird ein Jahr lang Teamkollege von Nico Hülkenberg. Renaults Absage an Red Bull für 2019 wird nur inoffiziell kommentiert.

Es waren schlecht gehütete Geheimnisse, die am Freitag, den 15. September um 18.36 Uhr Singapur-Zeit von McLaren, Toro Rosso, Renault und Honda kommuniziert wurden. McLaren fährt 2018, 2019 und 2020 mit Renault-Motoren. Toro Rosso wechselt von Renault zu Honda. Der Vertrag läuft ebenfalls über 3 Jahre. Für die vorzeitige Vertragsauflösung mit Renault gibt es von Red Bull die Leihgabe Carlos Sainz. Für eine Saison.

McLaren-Renault - Formel 1 Foto: Sutton/ams
McLaren wechselt wie erwartet 2018 zu Renault.

In der Saison 2019 hat Red Bull wieder Zugriff auf den Spanier. Man will sich absichern für den Fall, dass Daniel Ricciardo oder Max Verstappen das Team verlassen. Renault kann es egal sein. 2019 sind genügend gute Fahrer auf dem Markt. Vermutlich auch Fernando Alonso. Die Branche geht davon aus, dass der Spanier nur für ein Jahr bei McLaren unterschreibt. Auch Alonso will für 2019 frei entscheiden können. Wenn ihm Renault beweist, dass man schon übernächstes Jahr um Siege fahren kann, wird der Werksrennstall zur Option für den zweifachen Ex-Weltmeister.

Offen ist noch, ob Sainz schon ab dem GP Malaysia für Renault fährt. Offiziell wurde der Spanier nur für 2018 bestätigt. Gerne hätten die Franzosen den Piloten schon früher. Der Plan droht aber am Widerstand von Jolyon Palmer scheitern.

Renault muss ausrechnen, was mehr Geld kostet. Das Risiko, die Konstrukteurs-WM in diesem Jahr auf Platz 8 statt auf Rang 5 abzuschließen. Oder Palmer abzufinden. Nico Hülkenberg glaubt: „Mit dem Auto, das wir jetzt haben, können wir den Rückstand zu Williams auch als Einmann-Team wettmachen.“ Das spräche gegen einen vorzeitigen Wechsel von Sainz.

Renault will nicht die dritte Geige spielen

Über den Fall Red Bull und Renault schweigen sich die Pressemitteilungen aus. Weil er keiner Mitteilung bedarf. Der Vertrag zwischen Red Bull und Renault endet mit der Saison 2018. Renault muss Red Bull nicht kündigen. Es reicht, dass sie Red Bull mitgeteilt haben, 2019 nicht mehr als Motorenpartner zur Verfügung zu stehen. Damit fällt Red Bull automatisch in die Hände von Honda. Weil Honda dann nur ein Team beliefert und gemäß dem Sportlichen Reglement die erste Anlaufstelle für ein Team ohne Motor ist.

Red Bull - Formel 1 - GP Italien 2017 Red Bull mit Honda-Motoren ab 2019 Renault lässt Red Bull fallen

Renault und Red Bull äußern sich offiziell nicht zu ihrer Scheidung. „Wir wollen in Zukunft Kapitän auf unserem Dampfer sein und über Teams und Fahrer selbst bestimmen“, heißt es aus Kreisen des Französischen Automobilherstellers. „Renault kann kein Interesse daran haben, mittelfristig hinter uns und McLaren die dritte Geige zu spielen. Das Team hat dem Vorstand einen Fünfjahresplan verkauft, an dessen Ende der WM-Titel stehen soll. Da können sie keine interne Konkurrenz brauchen“, verkauft Red Bull den Befreiungsschlag der Franzosen.

Wenn man den Gerüchten glauben darf, dann war Renault die versteckte Kritik von seinem Kundenteam leid. Und als man auf die Frage, ob Red Bull 2019 mit Renault- oder Honda-Motoren plane, keine festes Bekenntnis bekam, riss Vorstandschef Carlos Ghosn der Geduldsfaden. In diesem Fall nicht mit uns, hieß es aus Paris.

Red Bull erzählt die Geschichte in einem etwas anderen Tonfall. Renault wollte mit der Entscheidung für den Fall vorgreifen, dass Honda plötzlich zur attraktiveren Option für Red Bull wird, sollten die Japaner ihre technischen Probleme lösen. Es wäre schlecht fürs Image, wenn sich Red Bull dann für Honda entschiede. Also besser Fakten schaffen, bevor es dazu kommt.

Red Bull spart sich 42 Millionen Euro

Red Bull ist Honda jetzt ausgeliefert. Man muss beten, dass die Entwicklungsabteilung in Sakura die nächsten eineinhalb Jahre dazu nutzt, den Anschluss an Mercedes und Ferrari zu schaffen. Renault habe das gleiche Problem, heißt es bei Red Bull mitleidlos. Deshalb habe man auch keine Angst, dass Daniel Ricciardo und Max Verstappen schon jetzt das Weite suchen. „Es ist nicht so, dass sie riesiges Vertrauen in Renault hätten.“

Red Bull-Teamchef Christian Horner sieht gute Anzeichen, dass Honda die Kurve kriegt. „Bei Toro Rosso ist der Druck kleiner als bei McLaren. Honda wird mit Toro Rosso in Ruhe an seinen Problemen arbeiten können. Keiner erwartet den WM-Titel von Toro Rosso-Honda.“

Red Bull sieht noch einen weiteren Vorteil. Ein Werksvertrag mit Honda wird den beiden Teams 42 Millionen Euro sparen und vermutlich noch einen bekömmlichen Entwicklungszuschuss in die Kasse spülen. Dieses Geld werden Red Bull und Toro Rosso in ihre Chassis investieren können.

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