Red Bull Fabrik - Milton Keynes - 2021 Red Bull
Red Bull Fabrik - Milton Keynes - 2021
Red Bull 2004
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Motorenpläne von Red Bull: Modell „Ilmor“

Pläne für Red Bull Motoren-Fabrik Start mit 50 Mercedes-Ingenieuren

Red Bull Powertrains setzt den Aufbau seiner neuen Motorenfabrik unbeirrt fort. Der Rennstall ordert sieben Prüfstände und wird am Ende zwischen 300 und 350 Leute beschäftigen. Rund 50 werden von Mercedes kommen.

Es sind gute Zeiten für Spezialisten im Rennmotoren-Bau. Red Bull Powertrains sucht Mitarbeiter. Bis 2022 soll dort eine Fabrik entstehen, die zunächst den Motor einsetzt, den Honda Red Bull am Ende des Jahres für die kommenden drei Saisons überlässt. Und die ab 2025 eigene Motoren baut. Das ist nicht mehr nur ein mutiger Traum, sondern ein klarer Plan.

Red Bull Powertrains soll dann die Rolle einnehmen, die Ilmor früher einmal gespielt hat. Also eine Plattform darstellen für Hersteller, auf schnellem Weg im Motorsport zum Erfolg zu kommen. Wenn Audi oder Porsche anklopfen würde, beteuern Red Bull-Sportdirektor Helmut Marko und sein Teamchef Christian Horner, dann müssten sie als Kunde auf den Zug aufspringen.

Eigenentwicklung wäre nur in begrenztem Maß möglich. Der Kern des Antriebs wird von Red Bull kommen. Das hat vermutlich rechtliche Gründe. Denn auch im Motor der Zukunft wird noch ein gutes Stück des geistigen Eigentums von Honda stecken. Und das wollen die Japaner auf keinen Fall in fremden Händen sehen.

Red Bull Fabrik - Milton Keynes - 2021
Red Bull
Die Hallen für die Motoren-Fabrik auf dem Red-Bull-Campus in Milton Keynes wurden komplett entkernt und renoviert.

Noch sechs Mercedes-Abwerbungen

Der Aufbau der Motorenfabrik auf dem Campus des Rennstalls in Milton Keynes ist in vollem Gang. Horner verrät, dass man bereits sieben Prüfstände geordert hat. Dazu kommen Einrichtungen und Werkzeuge aus der englischen Honda-Filiale gleich um die Ecke. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Prüfeinrichtungen und Fertigungsmaschinen für die elektrischen Bauteile des Antriebs.

Auch die Rekrutierung der Mannschaft schreitet voran. Viele Mitarbeiter aus dem Honda-Ableger wechseln einfach nur die Adresse ihres Arbeitsplatzes. Heikler sind die Abwerbungen von HPP, der Motorenschmiede des WM-Gegners Mercedes. Sechs Namen wurden bereits kommuniziert.

Sechs weitere Transfers sind nach Informationen aus dem Lager von Mercedes beschlossene Sache. Das wird von Red Bull bestätigt. Horner glaubt, dass am Ende des Personalaufbaus etwa 50 Angestellte aus Brixworth die Seiten wechseln. Darunter soll auch der ranghöchste Ingenieur unter dem ehemaligen Motorenchef Andy Cowell sein.

Mercedes - Formel 1 - Brixworth
Mercedes
Insgesamt sollen 50 Leute aus der Mercedes HPP Fabrik in Brixworth zu Red Bull wechseln.

Motorenbauer bei Budget-Deckel einig

Wie groß das Team tatsächlich wird, hängt von dem neuen Motorenreglement ab, das noch in diesem Sommer abgesegnet werden soll. Alle Motorenhersteller drängen auf eine drastische Reduzierung der Kosten und die Einführung eines Kostendeckels auch für Motorenhersteller.

"Der muss deutlich unter 100 Millionen Dollar liegen", fordert Helmut Marko. Das deckt sich ausnahmsweise mit den Vorstellungen von Mercedes und Ferrari. Christian Horner gibt einen Einblick, zu welchem Irrsinn sich die Kostenspirale mit den aktuellen Triebwerken entwickelt hat: "Die Stückkosten für einen Motor liegen bei zwei Millionen Dollar. Ein Turbolader kostet mehr als früher ein kompletter V8-Motor."

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