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Mercedes - V6 Hybrid - Formel 1-Motor 2015
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Motorenkrieg in der Formel 1

Kein Mercedes-Trick gegen Ferrari

Mercedes hat im Motorenkrieg der Formel 1 den ersten Zug gemacht. Doch nicht um Ferrari auszutricksen, wie in Italien spekuliert wird. Ab Monza gelten für alle neuen Motoren die strengeren Ölverbrauchsvorschriften.

Mercedes packte seinen vierten Motor schon in Spa aus. Für viele eine Überraschung. Man hatte mit diesem Schritt erst in Monza oder noch später gerechnet. Doch im Titelrennen gegen Ferrari zählt jedes Detail. Nach zwei Nullrunden hat Mercedes erstmals wieder Power zugelegt. Man spricht von einem Zehntel in der Rundenzeit. Das wären ungefähr 10 PS. Die Kunden Williams und Force India bekommen das Triebwerk in Monza.

Kein Mercedes-Trick gegen Ferrari

Ferrari macht es umgekehrt. Der vierte Ferrari-Motor debütierte im Kundenteam HaasF1. Das Werksteam soll in Monza nachziehen. Das könnte sich aber auch noch verzögern, je nachdem wie der Test im HaasF1 ausfällt. In Italien wurde bereits spekuliert, dass Mercedes seinen WM-Gegner ausgetrickst hat. Weil erst ab Monza das neue Ölverbrauchslimit von 0,9 Liter pro 100 Kilometer gilt. Somit hätte Mercedes durch den vorgezogenen Einsatz seines letzten Motors im Pool diese Regel umgangen. Für sie gelte noch die alte Grenze von 1,2 Liter pro 100 Kilometer.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting erklärte auf Anfrage von auto motor und sport jedoch, dass ab Monza alle neuen Motoren mit 0,9 Litern Öl pro 100 Kilometer auskommen müssen. Auch Mercedes. Es spielt keine Rolle, dass der Werksrennstall schon in Spa damit fährt. Die Kunden sind erst in Monza dran. Da die Kunden seit letztem Jahr die identische Spezifikation wie das Werksteam bekommen müssen, war Mercedes in der Entwicklung gezwungen, seinen Motor schon auf den reduzierten Ölverbrauch auszulegen. Für Ferrari gilt das gleiche.

Hondas 3.6 Motor schon wieder kaputt

Auch Honda brachte einen neuen Motor nach Spa. Die Version 3.6 wurde nur in das Auto von Stoffel Vandoorne eingebaut. Sie soll gegenüber der 3.5er Variante von Fernando Alonso 5 PS mehr mobilisieren. Nach 35 Runden hatte das Triebwerk seine Schuldigkeit getan. Die Honda-Ingenieure stellten einen Schaden fest. Vandoorne musste zurück zur Spezifikation 3.5. Was ihn weitere 30 Startplätze kosten wird.

Alonso wird in Monza von hinten starten. Dann ist sein 3.6er Motor fertig. Wenn Honda innerhalb der nächsten vier Tage das Problem aus der Welt schaffen kann, das im Auto von Vandoorne aufgetreten ist. Die komplette Ausbaustufe soll nun schon beim Heimrennen in Japan und nicht erst in Mexiko einsatzbereit sein.

Renault nur mit Software-Update

Renault brachte nur ein Software-Update nach Spa. Diesmal offenbar ohne einen Leistungssprung wie in Baku. „Die Powerkurve ist nur besser an die Gangwechsel angepasst“, heißt es bei Red Bull. Da Daniel Ricciardo und Max Verstappen mit diversen Motorkomponenten schon am Limit oder drüber sind, überlegt Red Bull in Monza Startplatzstrafen zu nehmen.

Ricciardo hat nach 12 Rennen vier Verbrennungsmotoren, vier Turbolader, fünf MGU-H und drei MGU-K verbraucht. Bei Max Verstappen sind es drei Verbrennungsmotoren, drei Turbolader, vier MGU-H und zwei MGU-K. Wenn Red Bull das ganze Programm wechselt, müsste Ricciardo 20 und Verstappen 10 Plätze zurück.

Motorsport Aktuell Stoffel Vandoorne - McLaren-Honda - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - 28.7.2017 Neue Motoren für Mercedes und Honda 35 Plätze Strafe für Vandoorne beim Heimspiel

Mercedes und Honda bringen neue Motoren nach Spa.

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