Motorenpartnerschaft

Ferrari will Motoren für Honda liefern

Foto: Honda F1

Trotz einiger Übernahme-Gerüchte ist noch immer kein Käufer für das ehemalige Honda-Team gefunden. Wenigstens auf der Motorenseite bahnt sich nun eine Lösung für ein Fortbestehen des Teams an.

Der Teamchef des ehemaligen Honda-Teams Ross Brawn hatte gegenüber der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport" bereits am Dienstag (6.1.) das Interesse zugegeben, kommende Saison mit Ferrari Motoren in der Formel 1-Saison zu starten. Nun hat auch Ferrari bestätigt, gerne bereit zu sei, den Rennstall aus dem englischen Brackley 2009 mit Aggregaten zu versorgen.

Noch kein Vertrag

Es sei allerdings noch zu keinem Vertrag gekommen. Die Modalitäten für eine Partnerschaft seien noch nicht ausgehandelt, heißt es aus Maranello. Nachdem Ferrari in der kommenden Saison nicht mehr mit Force India zusammenarbeitet, könnte man mit dem ehemaligen Honda-Rennstall wieder ein zweites Kundenteam neben Toro Rosso vorweisen.

Honda hatte es abgelehnt, für sein altes Team als Motorenlieferant weiter zur Verfügung zu stehen. Die Japaner wollten aus Kostengründen einen definitiven Schlussstrich unter ihr Formel 1-Engagement ziehen und komplett aus der Königsklasse aussteigen. Brawn hatte zu Zeiten von Michael Schumacher bereits als Chefstratege für Ferrari gearbeitet und hätte mit Triebwerken aus Maranello sicher einen optimalen Ersatz gefunden.

Suche nach neuem Besitzer

Die größte Hürde besteht aber weiterhin darin, dass Brawn und Honda endlich einen Käufer für den Rennstall finden, der bereit ist die Unterhaltskosten für Personal und Autos zu übernehmen. Nach Aussage des Briten sollen sich noch immer mehrere Interessenten um eine Übernahme bewerben. Ein konkreter Abschluss sei aber noch nicht in Sicht.

Den Verantwortlichen rennt allerdings langsam die Zeit weg. In der kommenden Woche präsentieren mit Ferrari (12.1.), Toyota (15.1.) und McLaren-Mercedes (16.1.) bereits die ersten Teams ihre neuen Autos. Durch die Regelreform ist es wichtig, möglichst früh die neuen Teile zu testen. Auch die Sponsorensuche wird für das ehemalige Honda-Team durch die herausgezögerte Übernahme sicher nicht einfacher.

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