Motorenregeln

Mosley bremst Hersteller

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Die FIA will am Einfrieren der Motorentechnik festhalten. Präsident Max Mosley macht in einem Schreiben an die Teams klar, dass er um jeden Preis an der Kostenreduktion festhalten will.

Vor wenigen Tagen noch feierten die zwölf für 2008 eingeschriebenen Rennställe das erste Treffen der Sportlichen Arbeitsgruppe (SWG) als Musterbeispiel an konstruktiver Zusammenarbeit und Demokratie. Nun scheint der 8:4-Beschluss des Gremiums für die Abschaffung der Motorenhomologation 2008 und das Einfrieren der Technik bis mindestens 2011 bereits Makulatur.

In einem Fax teilte FIA-Präsident Max Mosley mit, dass er keineswegs von seinem Weg abweichen will: "Die Formel 1-Weltmeisterschaft 2008 ist ein Wettbewerb mit homologierten Motoren. Der Sinn der Homologation ist eine drastische Reduzierung der Kosten und das Verhindern einer unakzeptablen Leistungsexplosion. Mit der Einschreibung akzeptiert ein Team die Regeln, wie sie bekannt gegeben wurden."

Max Mosley: "Reine Geldverschwendung"

Mosleys Befürchtung: "Ohne Homologation geben die Hersteller zusammen eine Milliarde Dollar im Jahr für die Weiterentwicklung aus. " Unverhohlen spricht der FIA-Chef von Geldverschwendung und seinem Willen, Neueinsteiger und unabhängige Teams vor diesen Kosten zu bewahren.

Ein Türchen lässt der Engländer dem SWG-Beschluss allerdings offen: "Die FIA ist jederzeit bereit, sich nützliche Vorschläge zur Motoren-Homologation anzuhören, sofern die Budgets dadurch nicht anwachsen, sie sinnvolle technische Entwicklungen fördern und nicht zu Lasten der Sicherheit fallen."

Schwächen im Regelwerk

Die Befürworter der Abschaffung einer Homologation wollen der FIA bis zum Ende der Woche eine Kalkulation vorlegen, die beweisen soll, dass die Limitierung der Motorenanzahl ebenso große Kostenersparnisse bringt wie das Verbot der Weiterentwicklung.

Das bisher von der FIA beschlossene Regelwerk weist zudem einige Schwächen aus. Bisher wird der Motor als Ganzes zur Genehmigung vorgelegt, der Einbau modifizierter Teile soll mit einmaliger Ausnahme pro Jahr von 2008 bis 2011 verboten sein.

Sollte ein Hersteller jedoch erhebliche technische Probleme mit seinem Motor haben, darf er bei der FIA ein Ausnahmegesuch stellen, den Konstruktionsfehler zu beheben - allerdings nur, wenn die Änderung nicht zu einer Verbesserung der Leistungsausbeute führt. Dieser Umstand ist jedoch schwer zu kontrollieren und bietet Raum für weitere Streitigkeiten.

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