Formel 1 Mercedes-Benz V8 Motor 2011 xpb
Mercedes 1,6 Liter V6 Turbo - 2014
1986 Lotus Renault Senna V6
1958 Hawthorn Ferrari V6
1961 Ferrari V6
1977 Renault Turbo V6 20 Bilder

Motorenwertung

Hier liegt Mercedes vorn

Vier Motorenhersteller tummeln sich in der Formel 1. Wenigstens in dieser Wertung liegt Mercedes vorn. Mit sechs Siegen und sechs Pole Positions liegen die Achtzylinder aus Brixworth klar vor Ferrari und Renault. Cosworth kämpft als privater Hersteller mit den zwei langsamsten Teams gegen Windmühlen.

Für das Formel 1-Team von Mercedes läuft es nach einem guten Saisonstart nicht mehr nach Maß. Beim GP Italien deutete sich aber eine Trendwende an, und für den kommenden Grand Prix in Singapur soll ein großes Technikpaket wieder den Anschluss an die Spitze herstellen. Beim Motor ist Mercedes schon Spitze. Der Achtzylinder, der im englischen Brixworth entsteht, hat die meiste Power. Das schlägt sich auch in der Statistik nieder.

Renault profitiert von mehr Kunden-Teams

Mercedes hat beinahe die Hälfte aller Rennen gewonnen. Sechs von 13. Fünf der sechs Siege hat McLaren beigesteuert. Einer kam vom Werksteam selbst. Renault bringt es auf vier, Ferrari auf drei Siege. Das Übergewicht bei den Siegen spiegelt sich auch bei den Führungsrunden nieder. Mercedes-Piloten führten 317 Runden lang einen Grand Prix an, Renault-Fahrer 237 Mal. Die 229 Führungsrunden von Ferrari gehen hauptsächlich auf das Konto von Fernando Alonso.

Bei den Podiumsplätzen liegt Renault mit 16 zu 13 im Vergleich zu Mercedes in Führung, was nicht daran liegt, dass der französische Hersteller einen Kunden mehr hat. Caterham hat bislang weder Siege, Punkte oder schnellste Runden abgeliefert. Aber mit Red Bull, Lotus und Williams ist die Kundschaft von Renault besser besetzt. Was sich auch in den WM-Punkten niederschlägt. 543 für Renault, 432 für Mercedes, 338 für Ferrari.

Ferrari muss sich auf sich selbst und Sauber verlassen. Von ToroRosso kamen bislang nur zwölf Punkte. Da hat Mercedes mit Force India den besseren Punktelieferanten. Der schaufelte bereits 63 Zähler auf das Mercedes-Motorenkonto. Die Wertung der Pole Positions geht mit 6 zu 5 knapp an Mercedes. Renault gewinnt die Disziplin der schnellsten Rennrunden. Sieben Mal hat sich ein Renault-Pilot diese Auszeichnung verdient.

Cosworth ohne Erfolgsaussichten

Standfestigkeit ist heute praktisch kein Thema vor, obwohl jeder Fahrer für 20 Rennen nur acht Triebwerke zur Verfügung hat. In der Wertung der gefahrenen Kilometer pro Motor, Auto und Grand Prix liegen alle vier Hersteller praktisch gleichauf. Mit einem minimalen Vorsprung für Ferrari. Bei dem hohen Einsatz der Werke bekommt Cosworth keine Chance mehr. Die Motorenwerkstatt aus Northampton hat mit seinen Kunden Marussia und HRT noch nicht einmal die Aussicht auf WM-Punkte.

Bei Cosworth fehlt es im Vergleich zu den Autokonzernen an Geld und Personal. Da muss man es schon als Erfolg werten, dass es im Rennen bis jetzt erst einen Motorschaden gab. Auch Renault hat am Sonntag ein Triebwerk verloren. Mercedes und Ferrari können noch auf eine weiße Weste verweisen. Wenn Motoren platzen, dann nur am Freitag. So wie bei Alonso in Monza.
 

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