Nachteil für die Reifenflüsterer

Lotus bringt Reifen nicht auf Temperatur

Formel 1 GP Monaco 2013  Kimi Räikkönen Foto: xpb 27 Bilder

Lotus kämpft mit dem gleichen Problem wie Ferrari. Die Reifenflüsterer bekommen bei den kalten Temperaturen die Reifen nicht in ihr Arbeitsfenster. Räikkönen startet von Platz fünf, Romain Grosjean blieb im Verkehr hängen.

Im internen Trainingsduell steht es bei Lotus 6:0 – für Kimi Räikkönen. In Monaco hätte Romain Grosjean die Chance gehabt, den Finnen zu schlagen. Wenn der Franzose im Rhythmus war, sah man ihn in der Zeitentabelle weit vorne. Doch genau das war das Problem. Im Abschlusstraining warf er seinen Lotus E21 zum zweiten Mal weg. Wieder in der Saint Devote.

Mechaniker legen Extra-Schicht ein

"Lewis Hamilton kam aus der Box und hat mich etwas gestört", meint Grosjean. "Ich habe früher gebremst als normalerweise, es war die neunte Runde mit dem Option-Reifen. Die Hinterräder haben einfach blockiert. Es war nur wenig Übersteuern, aber dort es ist wellig."

Seinen Mechanikern ist er nun etwas schuldig. Sie schraubten bis in Q1 am Auto. Wenige Minuten vor Ende der Sitzung ging der 27-Jährige auf die Strecke und drehte die viertschnellste Runde. "Ich muss ihnen wohl noch ein paar mehr Drinks am Ende des Wochenendes ausgeben", sagt er. "Ich habe Fehler gemacht. Ich war am Anfang vielleicht zu sehr am Limit. Aber wir haben uns über das Wochenende verbessert. Die Strecke ist sehr wellig und unberechenbar. Aber das hat meinem Selbstvertrauen nicht geschadet, wie man in Q1 gesehen hat."

Reifenflüsterer-Vorteil wird zum Nachteil

In Q2 blieb Grosjean hinter Daniel Ricciardo hängen. "Das war genau die Runde, in der die Strecke so schnell war." Ohne dieses Malheur wäre die erste Startreihe drin gewesen, ist sich Grosjean sicher. Stattdessen geht er nun vom 13. Platz ins Rennen.

Da hat es Räikkönen mit dem fünften Platz etwas einfacher. Beide sehen jedoch noch eine Unbekannte: die Reifen. Wie Ferrari kämpfte Lotus damit, die Pneus aufzuheizen. Der Vorteil des reifenschonenden E21 wird bei kälteren Temperaturen zum Nachteil. Im Qualifying hatte es teilweise nur 20 Grad Streckentemperatur.

Reifen müssen auf Temperatur kommen

"Das Auto ist okay", meint der fliegende Finne. "Aber wir müssen die Reifen etwas besser zum Arbeiten bringen, dann sind wir schneller. Wir hatten schon im ersten Training ein paar Schwierigkeiten, die Vorderreifen  zum Arbeiten zu bringen."

Grosjean sieht die Sache ähnlich: "Das könnte im Rennen ein Problem sein. Heute Morgen haben wir lange gebraucht, um die Soft-Reifen zum Arbeiten zu bringen. Und sogar der Option-Reifen war in der ersten fliegenden Runde nicht im Arbeitsfenster."

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