Nächster Motorschaden bei Grosjean

Barbecue im Lotus-Heck

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - Bahrain - Test - 2. März 2014 Foto: xpb 30 Bilder

Lotus hat an vier Tagen 687 Kilometer abgespult. Ein bisschen mehr als Fernando Alonso am zehnten Testtag ganz alleine. Der Weg dorthin war mit vier unterschiedlichen Defekten gepflastert. Romain Grosjean zwingt sich trotzdem dazu Ruhe zu bewahren.

Romain Grosjean hat momentan nicht viel zu lachen. Er zwingt sich aber dazu. Motto: Augen zu und durch. Auch der letzte Testtag von Renault endete mit einem Defekt. Nach dem Getriebe, dem Auspuff, der Elektromaschine war diesmal der Motor dran. Im Lotus-Heck sah es aus wie nach einem Grillfest. Grosjean sieht es fatalistisch: "Wieder etwas gelernt. Wir können gar nicht genug lernen."

Seine Gelassenheit begründet er so: "Es bringt nichts, jetzt herumzuschreien und sich aufzuregen. Die Dinge sind wie sie sind. Ich muss positiv denken und hoffen, dass wir in den zwei Wochen bis Melbourne den Großteil der Probleme lösen. Renault hat ja noch die Daten der drei anderen Teams. Und sie wissen wie man Motoren baut. Wenn es ganz schlimm wird, denke ich an meinen Sohn."

Rundenzeiten sind nicht das Problem

Die Testfahrten haben sich für Lotus zu einem Desaster ausgeweitet. Wenig Runden, wenig Abstimmungsarbeit, bescheidene Rundenzeiten. Es ist ein Teufelskreis. Grosjeans schnellste Runde mit 1:39.302 Minuten ist nicht ernst zu nehmen. "Ich war sogar langsamer als der Caterham. Aber wenn die Elektromaschine nur mit halber Kraft läuft, bleiben da gleich mal Sekunden auf der Strecke liegen."

Chefingenieur Alan Permane bekräftigt: "Die Top-Zeiten machen mir keine Angst. Unser Handikap ist, dass wir so wenig gefahren sind." Grosjean gibt zu: "Wir haben noch große Defizite bei der Abstimmung der Bremsbalance und der Energie-Einspeisung."

Grosjean treibt nur Optimismus

Von Renndistanzen, Starts, Boxenstopps oder Qualifikationsversuchen gar nicht zu reden. "Muss ich alles in Melbourne machen. Das einzige, auf das ich vorbereitet bin, ist die Strecke. Ich weiß, wo es lang geht. Dafür werde ich lernen müssen, all die Knöpfe richtig zu bedienen. Das ist im Moment wegen unserer wenigen Runden noch etwas verwirrend. Aber das bin ich von 2009 gewohnt. Da wurde ich in Monza mit KERS ins kalte Wasser geworfen. Ich musste in einer Runde fünf Mal das KERS-Mapping verstellen. Später ging das alles automatisch." Auf die Frage, was ihn nach der problematischen Vorbereitungsphase antreibt, meinte Grosjean: "Optimismus."

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