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Nasenkorrektur bei Williams

Schon beim Großen Preis von Ungarn könnte der Williams-BMW ein neues Gesicht erhalten. Die aktuelle Nase des FW26 ist ein Flop. Die Tage des Säbelzahntigers sind früher gezählt als erwartet.

In der Theorie war alles super. Eine kurze Nase lässt mehr Luft unter das Auto. Die dort beschleunigte, und durch den Heckdiffusor beschleunigte Luft sorgt für den gewünschten Sogeffekt, landläufig als Abtrieb bezeichnet. In der Praxis hat die kurze Nase mit den markanten Flügelträgern am Williams FW26 nur unzureichend funktioniert.

Dass sich Williams zum Ende der Saison von der Kurznase und dem Doppelkiel-Chassis verabschiedet, ist schon länger beschlossene Sache. Das Abrutschen der Weißblauen in den letzten Rennen drängt nun die Technik-Abteilung zur Eile. Schon beim übernächsten Rennen in Ungarn (15.8.) könnte wieder eine konventionelle Nase den FW26 zieren.

Zwei entscheidende Nachteile

Der Säbelzahntiger hat zwei entscheidende Nachteile: Zum einen sind die breiten Flügelaufhängungen zu empfindlich für Seitenwind, der 2004 bei vielen Rennen auftrat. Zum anderen lässt sich in der hohen und kurzen Nase kein Ballast günstig platzieren. Ein hohes und tief platziertes Gewicht vorn war aber genau das Geheimnis des Erfolges beim letztjährigen FW25.

Mit dem Doppelkiel-Chassis muss Williams bis zum Saisonende leben. Änderungen an dieser Stelle würden den Bau eines komplett neuen Chassis erfordern. Nase und Frontflügel sind deutlich schneller korrigierbar. Renault, BAR-Honda und McLaren-Mercedes rüsten schon zum nächsten Rennen in Hockenheim auf. Nun muss Williams den nächsten Zug machen.

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