Max Verstappen - Red Bull - GP Italien 2021 - Monza xpb
Verstappen vs. Hamilton - GP Italien - Monza - 2021
Verstappen vs. Hamilton - GP Italien - Monza - 2021
Vettel vs. Ocon - GP Italien - Monza - 2021
Antonio Giovinazzi - GP Italien - Monza - 2021 61 Bilder

Neue Boxenstopp-Regel bremst Mercedes & Red Bull

Neue Boxenstopp-Regel bremst Topteams aus Besser zu spät als zu früh

Die neue Boxenstopp-Regel hat in Monza Red Bull und Mercedes ausgebremst. In beiden Fällen drückte der Mann am Schlagschrauber den Knopf zu früh. Die Betreiber der Direktive haben ihr Ziel erreicht.

Seit Spa gelten für Boxenstopps neue Regeln. Die einzelnen Arbeitsschritte müssen klar voneinander getrennt sein. Erst wenn die vier Männer am Schlagschrauber den Bestätigungsknopf gedrückt haben und das Auto von den Wagenhebern gelassen wurde, springt die Boxenampel auf Grün. Drückt einer der vier Mechaniker den Knopf vor dem vollständigen Abziehen des Schlagschraubers, bleibt die Ampel auf Rot.

Genau das ist Red Bull und Mercedes in Monza passiert. Bei Max Verstappen klemmte es rechts vorne, bei Lewis Hamilton links hinten. "Der Mechaniker hat den Knopf sechs Zehntelsekunden zu früh aktiviert", erzählt Red Bull-Teamchef Christian Horner. "Bei uns waren es Millisekunden", verrät ein Mercedes-Ingenieur.

Das Tückische dabei: Der Fehler wurde nicht sofort bemerkt. Erst als das Auto immer noch stand, obwohl alle vier Räder schon dran waren, blickten die Reifenwechsler auf ihre Schlagschrauber und einer stellte fest, dass die Anzeige immer noch auf "nicht gedrückt" stand. Das kostete im Fall von Hamilton 4,2 Sekunden. Bei Red Bull dauerte es noch länger, weil der Mechaniker unsicher wurde, die Radmutter lockerte und noch einmal festschraubte. 11,1 Sekunden gingen ins Land.

Daniel Ricciardo - McLaren - GP Italien 2021 - Monza
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McLaren wickelte mit Daniel Ricciardo in Monza den schnellsten Boxenstopp ab.

McLaren erstmals Schnellster

Den schnellsten Boxenstopp in Monza legte McLaren mit Sieger Daniel Ricciardo auf das Parkett. Das war eine Premiere für den britischen Rennstall, der über die Saison gesehen nur Platz 8 belegt. Die Zeit von 2,40 Sekunden zeigt schon an, dass die Reifenwechsel nicht mehr so schnell sind wie sie einmal waren. Stopps unter zwei Sekunden, wie sie Red Bull in den ersten elf Rennen schon fünf Mal geschafft hat, sind wohl Geschichte.

Die Direktive schließt das aus, was die Boxenstopps der Besten so schnell gemacht hat. Da wurden drei Arbeitsschritte in einen gefasst. Das Abziehen der Schlagschrauber, das Ablassen des Autos und die Freigabe gingen Hand in Hand. Der Mann am vorderen Wagenheber musste sich jeweils mit einem akrobatischen Sprung in Sicherheit bringen. Profiteure sind die Teams, die schon vorher einen Schritt nach dem anderen abgewickelt haben. Sie waren auch die Betreiber der neuen Regelung. McLaren, Alpine und Aston Martin.

McLaren-Teamchef Andreas Seidl freut sich, dass jetzt alle nach den gleichen Regeln spielen. "Das bringt uns bei den Boxenstopps näher an die Topteams heran." Plötzlich tauchten neue Name in der DHL-Bestenliste auf. In Zandvoort rangierten Alpine und Aston Martin mit jeweils zwei Stopps in den Top Ten. Und in Monza schaffte es Haas zum ersten Mal unter die besten Zehn. Aston Martin-Einsatzleiter Tom McCollough sind konstante Stopps zwischen 2,0 und 2,5 Sekunden wichtiger als Spitzenwerte in der Boxenstopp-Wertung. "Du gewinnst nicht mit einem Stopp von 1,8 Sekunden. Aber du verlierst mit einem, der 3,8 Sekunden dauert."

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