Neue Formel 1-Motoren mit 1.000 PS für 2016

Lauter, stärker und billiger

Mercedes 1,6 Liter V6 Turbo - 2014 Foto: Mercedes 21 Bilder

Das Elefantentreffen der Formel 1 in Genf hat noch kein definitives Ergebnis gebracht. Nur so viel: Das Motorenreglement für 2016 soll sich ändern. Die Triebwerke sollen lauter, stärker und billiger werden. Das Ziel sind 1.000 PS und maximal 10 Millionen Euro pro Team. Eine Expertengruppe muss bis Ende Januar Ergebnisse liefern.

Die Formel 1 sitzt mit dem aktuellen Motorkonzept in der Falle. Es ist zu teuer, zu kompliziert, unattraktiv für Späteinsteiger und es schränkt die Entwicklung so stark ein, dass ein technischer Rückstand kaum aufholbar ist. Aus diesem Grund traf sich die Strategiegruppe der Formel 1 am Donnerstag (18.12.) zu einer außerordentlichen Sitzung in Genf. Dabei wurde über 2015 und 2016 gesprochen.

Frist bis Ende Januar 2015

Für die kommende Saison werden nur kleine Änderungen vorgenommen. Die Anzahl der Antriebsquellen pro Fahrer sinkt nun doch wie ursprünglich geplant von fünf auf vier Einheiten. Unabhängig davon, ob es 20 oder 21 Rennen gibt. Ein fünfter Motor hätte die Kundenteams zu sehr belastet. Die Motorhersteller hätten dann ihren Preisnachlass von 500.000 bis 800.000 Euro wieder zurücknehmen müssen. Bei der Entwicklung kam man Ferrari und Renault entgegen. Wer es bis zum 28. Februar nicht schafft, die 32 Token (48 Prozent) auszuschöpfen, kann dies im Verlauf der Saison nachholen.

In einem Punkt waren sich aber auch alle Teamvertreter einig. Für 2016 braucht die Formel 1 ein neues Motorenreglement. Bernie Ecclestone will stärkere und billigere Motoren, allerdings auf der Basis des aktuellen Motorkonzepts. Ziel sind 1.000 PS, in der Hoffnung, dass die Triebwerke damit lauter werden. Eine Möglichkeit wäre, die maximale Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde aufzugeben. Die FIA forderte, dass diese Motoren die Kunden nicht mehr als zehn Millionen Euro kosten dürften. Besser fünf Millionen.

Mehr Leistung, weniger Kosten? Auf die Frage, wie das zusammengeht, einigte man sich darauf, eine Liste von Teilen zu erstellen, die standardisiert werden könnten. Mehr Gleichteile bedeutet niedrigere Preise. Die Batterie wäre eine der möglichen Standardkomponenten. Mit einer neuen Motorenformel verschwindet auch der eingeschränkte Entwicklungsfahrplan. 2016 soll alles wieder bei Null beginnen. Die Motorenchefs von Mercedes, Ferrari, Renault und Honda bekamen eine klare Frist gesetzt. Sie müssen bis Ende Januar 2015 Ergebnisse liefern.

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