Neue Formel 1-Regeln für 2015

Stehender Safety-Car-Start auf dem Prüfstand

Safety-Car - GP Japan 2014 Foto: Red Bull

Die Teammanager haben mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting in den letzten Wochen mögliche Regeländerungen für 2015 besprochen. Sie müssen jetzt von der Strategie-Gruppe abgesegnet werden. Der stehende Safety-Car-Start ist erneut auf dem Prüfstand.

Im Rahmen der Arbeitsgruppe der Sportdirektoren werden regelmäßig neue Vorschläge und Modifikationen am Reglement besprochen. Auch in Abu Dhabi. Mehrere Punkte stehen auf der Agenda. Zum Beispiel die stehenden Safety-Car-Starts, die 2015 kommen sollen.

Teams diskutieren über neue Formel 1-Regeln für 2015

Die Teammanager haben sich geschlossen dagegen ausgesprochen. Aus den bekannten Gründen. Zu gefährlich, zu umständlich, zu hohes Risiko sich zu blamieren. Vor allem vor dem Hintergrund, dass 2015 möglicherweise nur 18 Autos am Start stehen. Die zusätzlichen Starts könnten das Feld weiter dezimieren.

In der letzten Sitzung wurde auch eine Revision der Startplatz-Strafen diskutiert. Die Hardliner wollen sie vollständig abschaffen, weil es schwer zu erklären ist, dass die Startaufstellung nur selten dem Trainingsergebnis entspricht. Die Teammanager schlagen ein neues System vor. Strafen für Motorwechsel, Getriebeschäden, Behinderungen oder Kollisionen schlagen sich nicht mehr in der Startaufstellung nieder, sondern werden mit Zeitbußen bei den Boxenstopps abgedient. Je nach Schwere mal fünf, mal zehn Sekunden.

Übergreifende Strafen sollen verschwinden

Strafen, die sich gleich über zwei Rennen hinziehen, sollen verschwinden. Also zum Beispiel die zweimalige Strafversetzung wegen eines Motorwechsels. Daniil Kvyat traf es jüngst. Weil er die vollen zehn Startplätze nicht komplett in Austin zurück gesetzt werden konnte, musste er den Rest der Strafe in Brasilien antreten.

Der Wechsel der ganzen Antriebseinheit mit anschließendem Start aus der Boxengasse soll ebenfalls ganz abgeschafft werden. Sebastian Vettel hatte mit dieser Variante in Austin für Diskussionen gesorgt. Der Red Bull-Pilot war in der Qualifikation deshalb nur drei Alibi-Runden gefahren.

Die Eingabe von Lotus, in Zukunft die Einheit Motor und Getriebe für das ganze Wochenende zu verplomben, um zu verhindern, dass zwischen Freitag und Samstag von alten auf neue Einheiten gewechselt wird, fand bei den Top-Teams keine Zustimmung. Man hätte so zwei Leute Personal an der Strecke sparen können.

Auch die Bitte von Mercedes, die Zahl der Demo-Tage auf vier zu erhöhen, wird kritisch gesehen. "Die Teams werden die 15 Kilometer dazu nutzen, Starts zu üben. Da sind verkappte Testtage", warnt Lotus-Einsatzleiter Alan Permane.

Sämtliche Ideen der Sportdirektoren werden der Strategiegruppe präsentiert. Erst wenn Bernie Ecclestone, Jean Todt und die Teamchefs von Ferrari, Red Bull, Mercedes, McLaren und Williams zustimmen, kommt es zur Abstimmung in der Formel 1-Kommission und schließlich im FIA-Weltrat. Die Chancen, dass die stehenden Safety-Car-Starts zusammen mit den doppelten Punkten durchfallen, ist relativ groß. In diesen beiden Punkten sind sich die Teams ausnahmsweise einig.

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