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Pirelli F1 Reifen 2013
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Neue Formel 1-Reifen

Pirelli sagt Kanada Renneinsatz ab

Pirelli wird die neuen Reifen doch nicht wie angekündigt in Kanada zum ersten Mal im Rennen einsetzen. Die Teams dürfen die modifizierten Gummis im Training nur kurz testen. Sollten die Pneus von allen Teams abgesegnet werden, könnten sie in Silverstone ihr Renndebüt feiern.

Die Reifen-Story geht in eine neue Runde. Nach Protesten einiger Teams wird Pirelli die Einführung neuer Gummis verzögern. Eigentlich sollten die veränderten Hinterreifen, die mit einem Kevlar-Gürtel statt mit einem Stahlring gestützt werden, beim GP Kanada (9.6.2013) ihr Renndebüt feiern. Doch nun sagte Pirelli den ersten Renneinsatz ab.

Neue Pirelli-Reifen müssen getestet werden

Force India hatte schon in Monaco seinen Widerstand angekündigt. Auch Lotus steht den Änderungen kritisch gegenüber: "Wir werden keinen Reifen in einem Rennen fahren, den wir nicht vorher getestet haben", erklärte Teambesitzer Gerard Lopez auf Anfrage von auto motor und sport.

Da für Änderungen an den Gummis Einstimmigkeit bestehen muss, solange es sich nicht um ein sicherheitsrelevantes Problem handelt, hat Pirelli nun einen Rückzieher gemacht. Die modifizierten Reifen kommen in Kanada nur im Training zum Einsatz. Jedes Team erhält am Freitag zwei Sätze der neuen Slicks zum Testen.

Lotus kündigt weiteren Widerstand an

Zum ersten Renneinsatz kommen sie also frühestens beim darauffolgenden GP in Silverstone. Allerdings nur wenn die Teams ihr Okay geben. "Wir werden garantiert nichts an den Reifen zulassen, was die Hierarchie ändert. Das wäre sportlich einfach unfair", so Lopez. "Wenn jetzt plötzlich ein Team gewinnen würde, das früher Probleme mit den Reifen hatte, dann würden die Leute zuhause doch den Fernseher ausschalten, weil sie sich verarscht vorkommen."

Die vereinzelten Delaminationsfälle kann der Lotus-Boss als Sicherheitsargument nicht nachvollziehen. "Ein Reifen, der die Lauffläche verliert, ist sicherer als ein Reifen der platzt. Ich verstehe nicht, dass da so eine riesen Affäre draus gemacht wird. Es geht doch nur um Geld und Politik. Der Zuschauer wird dabei für dumm verkauft. Wenn die Entscheidungen nicht auf der Rennstrecke sondern nur in Büros und Gremien gefällt werden, dann ist das Interesse irgendwann weg."

Muss Pirelli in die Offensive?

Lopez wünscht sich, dass Pirelli aus seiner Verteidigungshaltung herauskommt und in die Offensive geht: "Eigentlich sollte sich Pirelli hinstellen und sagen: Wir haben einen guten Reifen gebaut, einen Reifen, der vorher so gewünscht wurde, und jetzt sollen sich die Teams anpassen und vernünftige Autos bauen."

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