Max Verstappen - Red Bull - GP Italien - Monza - Formel 1 - 31. August 2017 xpb
Ferrari - GP Italien - Monza - Formel 1 - 31. August 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Italien - Monza - Formel 1 - 31. August 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Italien - Monza - Formel 1 - 31. August 2017
Mercedes - GP Italien - Monza - Formel 1 - 31. August 2017 86 Bilder

Neue Motoren für Red Bull

„Ich will keine Entschuldigungen“

Bei Red Bull macht sich Frust breit. Zum PS-Defizit der Renault-Motoren kommt auch noch eine schlechte Zuverlässigkeit. Von Monza geht der Blick schon auf das Rennen in Singapur.

Red Bull hatte schon immer ein etwas gestörtes Verhältnis zu Monza. Die Autos von Adrian Newey generieren traditionell viel Abtrieb, den sie auf der Power-Strecke in Norditalien aber nicht einsetzen können. Weil der Renault-Motor auch in den Meisterjahren nie der stärkste Antrieb im Feld war, musste Red Bull in Italien stets besonders kämpfen.

Red Bull-Piloten kassieren Strafen

In diesem Jahr reichen die üblichen Tricks mit Strategie und ultraflachen Flügel aber wohl nicht aus, um ein gutes Ergebnis einzufahren. Daniel Ricciardo und Max Verstappen gehen mit neuen Motoren ins Wochenende, was beide in der Startaufstellung zurückwirft. Von ganz hinten ist mit dem PS-schwachen Antrieb wohl kein Blumentopf zu gewinnen.

Ricciardo lässt sich dennoch nicht entmutigen: „Das kann doch ganz lustig werden. Es gibt sicher noch ein paar andere Fahrer, die auch mit Strafen da hinten stehen. Mal schauen, wer sich dann am schnellsten durchs Feld kämpfen kann. Normalerweise geht überholen hier ganz gut. Ich werde es auf jeden Fall schaffen – und wenn ich dafür die Schikanen abkürzen muss.“

Alle Hoffnung auf Singapur

Mit dem vorgezogenen Motortausch will Red Bull auf Nummer sicher gehen. In Monza hätte man sich auch ohne Strafe nicht viel ausgerechnet. Besser man nimmt hier die Strafe als in Singapur. „Singapur ist eine Strecke, auf der wir gut aussehen sollten. Da will ich kein Risiko eingehen und mit einem alten Motor fahren“, begründete Ricciardo die Strategie. Verstappen fügt an: „In Singapur haben wir gute Aussichten – mindestens auf einen Podiumsplatz. Man weiß dort nie was mit Safety-Car und Strategie passiert.“

Die Enttäuschung über den Ausfall beim Heimrennen in Belgien war Verstappen auch vier Tage später noch anzusehen. Der Youngster machte gute Miene zum bösen Spiel: „Ich habe das jetzt schon das ganze Jahr. Irgendwann lernt man, damit umzugehen und optimistisch zu bleiben.“ Dass sich die Renault-Verantwortlichen nach dem Rennen persönlich entschuldigt haben, war für Verstappen nur ein schwacher Trost: „Ich will keine Entschuldigungen. Ich möchte, dass die Probleme angegangen werden.“

Beide Piloten leiden unter Zuverlässigkeit

Ricciardo rät seinem Teamkollegen trotz der Ausfallorgie in diesem Jahr positiv zu bleiben: „Es ist ja nicht so, dass er Fehler macht. Er fährt gut. Er hat viel Talent. Er ist noch jung. Er sollte langfristig denken. Jeder weiß, dass er eine große Karriere vor sich hat. Durch diese Tiefen muss er jetzt durch. Er hat ja noch mindestens 15 Jahre in der Formel 1.“

Ricciardo betonte auch, dass nicht nur Verstappen vom Fehlerteufel heimgesucht wird. „Das Team hat mir gesagt, dass wir gleich oft von Problemen betroffen waren. Bei mir war es nur häufiger am Freitag und Samstag der Fall. Und er hat dafür mehr Ausfälle in den Rennen zu verbuchen.“ Verstappen winkt ab: „Wir hatten beide Freitags und Samstags viele Probleme. Bei mir ist es nur so, dass mich das Schicksal dann auch noch am Sonntag trifft.“

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