Neue Motorenregel

Haug rechnet mit mehr Schäden

Foto: McLaren F1

Bei McLaren-Mercedes läuft das Unternehmen Titelverteidigung auf vollen Touren. Die Techniker bereiten gerade die nächsten Testfahrten in Jerez (9.-11. Dezember) und Portimao (15.-17. Dezember) vor.

Die vier Piloten Lewis Hamilton, Heikki Kovalainen, Pedro de la Rosa und Gary Paffett trainieren derzeit im finnischen Kuortane den nicht vorhandenen Winterspeck weg.

Auf dem Testplan im Dezember stehen weitere Entwicklungsschritte beim KERS-System, Dauerläufe mit dem Mercedes-Motor und Abstimmungsarbeiten für die profillosen Slicks.

Für die Motoreningenieure wird es wieder mal ein arbeitsreicher Winter. Ab 2009 müssen die Triebwerke drei statt zwei GP-Wochenenden halten. Mercedes-Sportchef Norbert Haug geht von einer Mindestlaufzeit von 1.500 Kilometern aus, "mit einer Sicherheitsmarge bis zu 2.000 Kilometer".

Schon einmal standen die Ingenieure vor der Aufgabe, die Laufzeiten ihrer Triebwerke drastisch zu verlängern. Zunächst hat das Zweiwochenpaket Freitag, Samstag und Sonntag beinhaltet. Diese Regel wurde 2007 aufgeweicht, indem man nur noch Samstag und Sonntag mit einrechnete, in der Hoffnung, dass die Teams ihre Autos dann öfter auf die Strecke schicken würden.

Haug erinnert sich: "Als noch alle drei Tage zählten, lag die Peilgrenze höher. Das war damals schon ein großer Schritt, von einem auf zwei komplette Wochenenden aufzustocken. Als dann auf zwei Tage reduziert wurde, bekamen alle einen Sicherheits-Spielraum geschenkt. Die Motoren konnten 1.600 Kilometer fahren, mussten aber höchstens 1.200 Kilometer abspulen." Das war ein Grund, warum Motorschäden in den letzten beide Jahren die Ausnahme waren, auch wenn Ferrari 2008 den Gegenbeweis antrat. "Jeder hat natürlich die Motoren länger an die Schmerzgrenze getrieben", erklärt Haug. Der Rennleiter von Mercedes glaubt deshalb, dass sich die Zahl der Motorschäden nächstes Jahr wieder erhöhen könnte.

"Wenn bis jetzt 1.600 die Laufzeit inclusive Sicherheitsmarge waren, werden es nächstes Jahr 2.000 Kilometer sein. Da müssen wir uns jetzt herantasten." Bei der Fertigstellung des neuen McLaren MP4-24 Mercedes zählen die Silberpfeile zu den Schnelssten, obwohl das Konstruktionsbüro von McLaren wegen des Titelduells später mit der Arbeit am neuen Modell begonnen hat als andere. Das neue Auto soll am 16. Januar auf den Rädern stehen. Einen Tag nach Toyota, vier Tage vor BMW.

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