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Neue Qualifikation

Die Zeit läuft ab

Die Mehrheit von Fahrern und Teamchefs wünscht sich weitere Änderungen am Qualifikations-Modus. Für größere Änderungen ist es aber schon fast zu spät. Vor allem die Benzinmenge im Abschlusstraining bietet den größten Zündstoff in der Diskussion.

Am Samstag (20.8.) vor dem Türkei-Grand Prix trafen sich die Formel 1-Teamchefs zum x-ten Male mit Geschäftsführer Bernie Ecclestone, um über die Modalitäten der Qualifikation in der kommenden Saison zu debatieren. Wie bei den vorangegangenen Treffen kam kein Resultat heraus.

Schwerster Knackpunkt bei allen eingereichten Vorschlägen ist die Frage des Tankens. Die Fahrer befürworten geschlossen die Rückkher zu einem Abschlusstraining mit leichten Autos. Motto: Der Schnellste soll auch vorn stehen. Ein großer Teil der Teamchefs schließt sich dieser Meinung an. Das undurchsichtige Trainingsergebnis wegen taktischer Spielereien mit unterschiedlichen Benzingewichten ist vielen ein Dorn im Auge.

Renault dagegen

Während BMW ein großer Befürworter der neuen Idee ist, stemmt sich Renault-Teamchef Flavio Briatore schwer dagegen. Er argumentiert: Wenn derjenige mit dem schnellsten Auto auf der Pole steht, wird er anschließend den Tank randvoll machen, während des Rennens als Letzter an die Box kommen und so selbst mit taktischem Geschick nicht zu überholen sein. Die Folge: Langweilige Rennen ohne Verschiebungen im Vorderfeld.

Ferrari schließt sich der Renault-Meinung an. Viele Teams sind mit der Konstruktion der Autos für 2006 schon so weit vorangeschritten, dass die in diesem Fall notwendigen größeren Tanks nur noch schwer realisierbar sind. "Wir reden von einem zusätzlichen Spritreservoir mit 20 bis 30 Kilogramm", sagt Technik-Chef Ross Brawn. Das entspricht einem Volumen von bis zu 40 Litern.

Die Zeit läuft davon

Da sich die Teams wie so oft nicht einig wurden, wandert der Fall nun vor die Formel 1-Kommission der FIA, in der neben den Teams auch Vertreter von Reifen- und Motoren-Herstellern, sechs Veranstalter sowie Ecclestone und FIA-Chef Max Mosley sitzen. Für eine Änderung des gegenwärtigen Reglements ist eine Mehrheit von mindestens 18 von 26 Stimmen notwendig. Doch die Zeit läuft den Reformern davon. Abgesehen vom ungewissen Ausgang der Abstimmung gibt es nicht einmal einen Termin für das nächste Treffen.

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