Parabolica - GP Italien 2017 FIA
Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Italien - Monza - 1. September 2017
Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Italien - Monza - 1. September 2017
Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Italien - Monza - 1. September 2017
Felipe Massa - Williams - Formel 1 - GP Italien - Monza - 1. September 2017 103 Bilder

Neue Randsteine in der Parabolica

FIA stoppt Vettel-Trick

In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten die Streckenarbeiter von Monza noch viel Arbeit. FIA-Rennleiter Charlie Whiting ließ außen in der Parabolica einen Randstein montieren. Um den Vettel-Trick zu verhindern.

Sebastian Vettel packte den Trick schon im letzten Jahr aus. In seiner schnellsten Trainingsrunde und der Aufwärmrunde davor fuhr Sebastian Vettel in der Parabolica einen weiten Bogen. Der Ferrari-Pilot nutzte dabei mit allen vier Rädern den grün lackierten Streifen auf der Außenseite der Parabolica. Der vergrößerte Radius verschaffte Vettel einen besseren Anlauf in die Zielgerade und damit eine höhere Endgeschwindigkeit

In diesem Jahr haben in den ersten beiden Trainingssitzungen auch einige andere Fahrer den Vettel-Trick nachgemacht, um schon für die Qualifikation zu üben. Einer von ihnen war Max Verstappen. Doch die Vettel-Nachahmer haben umsonst exerziert. Die FIA hat diesen Trick nun unterbunden. In der Nacht zum Samstag wurde dort ein provisorischer Randstein montiert.

Warum nicht gleich ein permanenter Randstein?

Sebastian Vettel - GP Italien 2017
sutton-images.com
Erst am Ausgang der Parabolica lassen sich die Fahrer auf den grünen Streifen tragen.

Es handelt sich dabei um den gleichen Typ Randstein, wie er in der Auslaufzone der ersten Schikane schräg zur Fahrtrichtung eingesetzt wird, um zu verhindern, dass die Fahrer dort abkürzen. Die gelbschwarze Leiste wurde etwa 1,50 Meter links vom inneren Rand des grünen Streifens angebracht. So haben die Fahrer noch die Möglichkeit, mit zwei Rädern auf das grüne Feld zu fahren oder einen Quersteher zu korrigieren. Wer mit allen vier Rädern jenseits der Strecke fährt, muss über die Kerbs drüber und verliert dementsprechend Zeit.

Charlie Whiting kündigte beim Fahrerbriefing seine Maßnahme an. Vettel ist nicht einmal traurig, dass seine Ideallinie durch die Parabolica damit nicht mehr möglich ist. „Wir hätten das aber auch anders lösen können“, meinte der Ferrari-Pilot. „Warum hat man nicht gleich einen permanenten Randstein auf die Außenseite gebaut. Oder besser noch ein Kiesbett. Dann fährt auch keiner mehr eine weite Linie.“

Diskussionen im Fahrerbriefing

Ansonsten gab es bei der Fahrerbesprechung nur zwei kleine Aufreger. Felipe Massa beschwerte sich über seine Startplatzstrafe in Spa unter dem Vorwand, dass ihm das Team nur von einer einfachen gelben Flagge berichtet hatte. Auf die Frage, welche Flagge er auf der Strecke gesehen habe, musste Massa zugeben: Gelb, doppelt geschwenkt.„ Damit war das Thema abgehakt.

Außerdem wurde noch ein Video vorgespielt. Darin wurden die beiden Fahrmanöver von Kevin Magnussen gegen Nico Hülkenberg in Budapest und Fernando Alonso gegen Jolyon Palmer in Spa verglichen. Magnussen hatte eine Strafe für Abdrängen bekommen, Alonso nicht. “Alonso bekommt nie eine Strafe„, giftete Force India-Teammanager Andy Stevenson. Die Mehrheit des Auditorium war nach dem Videobeweis der Meinung, dass der Spanier eine Strafe verdient gehabt hätte.

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