Neue Safety-Car-Regel für 2009

Foto: Wolfgang Wilhelm 56 Bilder

Die aktuelle Safety-Car-Regel steht nicht erst seit dem GP Singapur in der Kritik. In der kommenden Saison will man deshalb wieder zum alten System zurückkehren.

Wie groß das Lotteriespiel ist, wurde zuletzt beim Nachtrennen in Singapur deutlich. Die Safety-Car-Regel hat nicht nur mitgeholfen, dass Fernando Alonso vom 15. Startplatz zum Sieg fahren konnte, sie hat auch alle um den Sieg betrogen, die zwei Runden lang mit dem Tanken warten mussten, bis die Boxengasse für Tankstopps geöffnet wurde. Das Reglement erlaubt Tankstopps erst, wenn das Feld geschlossen hinter dem Safety-Car aufgereiht ist. Und das kann wie in Singapur geschehen, zwei Runden dauern.

Im nächsten Jahr kehrt die Formel 1 zum alten System zurück. Tanken ist also zu jederzeit erlaubt. Wenn sich die Teams einigen wird es aber eine Zusatzregel geben, um die Sicherheit in der ersten Phase der Safety-Car-Phase zu gewährleisten. Die Fahrer müssen nach Bekanntgabe der Neutralisation den Rest der Runde bis zum Boxeneingang in einer Mindestzeit zurücklegen. Die Zeit wird über ein spezielles Programm in der Standardelektronik abhängig von der jeweiligen Position des Fahrers auf der Strecke berechnet und sofort auf dem Display im Lenkrad sichtbar.

Und so soll das neue System, das bereits mehrmals in den Freitagstrainings getestet wurde, genau funktionieren:

1.) Die Rennleitung schickt das Safety-Car auf die Strecke, überall auf der Strecke werden die SC-Tafeln gezeigt. Der Fahrer wird über das Aufleuchten einer gelben Lampe im Cockpit direkt informiert.

2.) Der Fahrer hat ab diesem Moment genau fünf Sekunden Zeit, über einen Knopf am Lenkrad zu bestätigen, dass er die Tafeln gesehen hat. Tut er das nicht, wird er bestraft. Denkbar ist eine Durchfahrtsstrafe.

3.) Auf dem Display erscheint eine Restzeit, abhängig von der augenblicklichen Position bis zur Safety-Car 2-Linie am Boxeneingang. Diese darf nicht unterschritten werden. Bei Zuwiderhandlung wird eine Durchfahrtstrafe ausgesprochen.

4.) Ist der Fahrer auf dem Weg zurück an die Boxen zu schnell unterwegs, wird es im Cockpit Warnsignale geben. Einige Teams planen aufblickende Lampen im Cockpit, andere Warntöne über den Funk.

Auch das neue alte System wird Ungerechtigkeit nicht ganz ausschließen, doch der Faktor spielt eine wesentlich geringere Rolle. BMW-Teammanager und Regelexperte Beat Zehnder erklärt: "Wenn du zum Zeitpunkt einer Neutralisation gerade an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren bist, hast du weiterhin ein Problem, weil du eine ganze Runde mit deinem Boxenstopp warten musst. Aber die neue Regel verhindert wenigstens, dass du gegenüber deinem direkten Gegner Plätze oder Zeit verlierst. Weil alle gleich langsam an die Boxen zurückfahren müssen, bleibt ein Zehnsekundenvorsprung ein Zehnsekundenvorsprung."

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