Neue Safety-Car-Regel nicht vor Ende Juni

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Die Safety-Car-Regel wird weiter heiß diskutiert. Umso mehr, nachdem es mit Nick Heidfeld in Barcelona ein weiteres prominentes Opfer gab. Der strittige Punkt besagt, dass nach Beginn einer Safety-Car-Phase erst getankt werden darf, wenn das Feld geschlossen hinter dem Safety-Car aufgereiht ist.

Das kann bis zu zwei Runden dauern. Pech für die Fahrer, deren Sprit just in dieser Phase zur Neige geht. Wer tankt, obwohl es eigentlich verboten wäre, muss zur Strafe zehn Sekunden in seiner Box absitzen. Nick Heidfeld verlor so in Barcelona einen fünften Platz und ging am Ende leer aus.

Am Donnerstag Nachmittag (8.5.) trafen sich die Teammager mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting zum Thema Safety-Car. Eine Änderung der augenblicklichen Regel ist nur mit Einstimmigkeit möglich. Der Vorschlag von BMW, sich die moderne Technik zunutze zu machen, um die Sicherheitsrisiken bei einer Safety-Car-Phase zu mindern, fand nicht überall Zustimmung.

Williams und Force India meldeten Bedenken an

Williams aus technischer Sicht, Force India, weil es für ein Team am hinteren Ende nicht viel zu verlieren gibt. "Die können höchstens einen letzten Platz verlieren", warf Ferrari-Teammanager Luca Baldisseri ein. Ferrari hat die Angst, dass es mal einen ihrer Fahrer erwischt, und zwar dann, wenn er in Führung liegt.

Die Idee von BMW sieht folgendermaßen aus. Sollte wegen eines Unfalls das Safety-Car ausrücken müssen, würden über die elektronische Vernetzung alle Fahrer auf ihrem Display im Cockpit eine Warnung bekommen. Der Fahrer hat dann fünf Sekunden Zeit, die Meldung zu bestätigen. Ab diesem Zeitpunkt gilt für ihn eine Mindestzeit vom augenblicklichen Standort bis zum Boxeneingang, die bei 120 Prozent einer schnellen Rennrunde liegen sollte. So könnte man sicherstellen, dass die Fahrer am Unfallort langsam fahren statt im Renntempo an die Boxen zu hetzen, um aus der Situation Kapital zu schlagen.

Frühestens zum GP Frankreich

Bis der Vorschlag tatsächlich abgenickt wird, vergehen noch mindestens zwei Monate. Die Ingenieure von MES, der Firma, die an alle Teams die Einheitselektronik liefert, müssen zuerst die Software umschreiben. Und dann müsste das System getestet werden. Frühestmöglicher Zeitpunkt ist der Barcelona-Test nach dem GP Kanada. Damit könnte eine Änderung der Regel bei gutem Willen aller Beteiligten frühestens mit dem GP Frankreich am 22. Juni in Kraft treten.

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