Neuer Honda-Motor mit mehr Power

Toro Rosso-Fahrer verfallen nicht in Euphorie

Pierre Gasly - Toro Rosso - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Freitag - 28.9.2018 Foto: sutton-images.com 98 Bilder

Honda zündete am Trainingsfreitag zum GP Russland die nächste Motoren-Ausbaustufe. Es heißt, der überarbeitete V6-Turbo leiste etwa 40 PS mehr. Die Toro Rosso-Piloten spürten mehr Leistung, hielten sich in ihren Kommentaren aber zurück.

Pierre Gasly und Brendon Hartley spulten am ersten Trainingstag von Sotschi zusammen 110 Runden ab. Das entspricht einer Distanz von 643 Kilometer. Die Piloten klagten kein Leid. Der neue Honda-V6-Turbo läuft bisher ohne technische Gebrechen. „An meinem Auto gab es im ersten Training nur ein Problem am Unterboden. Ansonsten war es ein wirklich positiver Tag“, berichtete Brendon Hartley. Die Mechaniker wechselten den Unterboden in der Mittagspause.

Sein Teamkollege sprang am Nachmittag in die Top 10. Obwohl Toro Rosso bei der Abstimmung des STR13 keinen Wert auf die Leistung über eine Runde legt. Der Motorentausch zwingt beide Fahrer am Sonntag an das Ende der Startaufstellung. „Wir konzentrieren uns deshalb nur auf die Rennabstimmung“, sagt Gasly. Trotzdem erzielte der Franzose die achtbeste Zeit. Red Bulls Motorsportboss Helmut Marko freute sich deshalb: „Toro Rosso ist auf jeden Fall deutlich besser dabei.“

Bringt der neue Honda-V6 wirklich 40 PS?

Im Fahrerlager sagt man sich, der neue Honda-Motor habe rund 40 PS mehr als der alte. Das wäre ein signifikanter Fortschritt und würde das japanische Triebwerk vorbei am Konkurrenzprodukt von Renault bringen. Die Fahrer spürten am Trainingsfreitag mehr Leistung, verfielen allerdings nicht in Euphorie. „Ich würde euch jetzt gerne sagen, dass mein Nacken brutal schmerzt“, scherzt Hartley. „Das kann ich aber nicht. Die modernen Formel 1-Motoren haben ohnehin Unmengen Leistung. Da muss man schon tief in die Zahlen eintauchen, um den wahren Fortschritt festzustellen. Als Fahrer spürst du die veränderte Fahrbarkeit, das Ansprechverhalten des Motors und wie er sich die Drehzahlleiter hocharbeitet. Da mache ich Verbesserungen aus. Und der Motor ist definitiv stärker. Wie viel, kann ich nicht sagen.“

Prüfstandsläufe sind eine Sache, das Fahren auf der Rennstrecke eine andere. Am Freitag mussten die Honda-Techniker die Motorenkennfelder erst einmal anpassen und das Mapping feintunen. Gasly sprach von einem positiven Eindruck. Der kommende Red Bull-Pilot sprach von einem anständigen Schritt für eine Weiterentwicklung unter der Saison. „Wir müssen abwarten. Wir haben heute nicht aufgedreht und werden es vermutlich auch nicht morgen machen. Es bringt uns nichts in der Qualifikation. Wir starten sowieso aus der letzten Reihe.“ Generell fühle sich der STR13 viel besser an als noch in den Straßen von Singapur. Dieser Umstand hat aber vielmehr mit dem Chassis als mit dem Motor zu tun. „Das Auto ist wieder am Leben“, sagt Gasly. „Wir haben die Balance wiedergefunden. Der Grip ist deutlich höher.“

Für das Rennen erwartet Toro Rosso kein Feuerwerk. Auch nicht mit dem neuen Motor. Für ein gutes Ergebnis sind die Startpositionen eigentlich zu schlecht, da man im Sochi Autodrom nur schwerlich überholen kann. Zumindest lehrte uns das die Vergangenheit. In diesem Fall könnte wohl nur ein chaotisches Rennen den beiden Toro Rosso nach vorne helfen.

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