Neuer Manager für Ralf Schumacher

Foto: dpa

Sportlich tritt Ralf Schumacher auf der Stelle, doch zumindest persönlich hat Schumacher eine neue Richtung eingeschlagen. Seit Donnerstag (14.7.) hat er in Medienprofi Hans Mahr wieder einen Manager.

Nach der Trennung im vergangenen November von Willi Weber, der seinen Bruder Michael nunmehr 18 Jahre lang erfolgreich betreut, wurstelte sich Schumacher weitgehend selbst durch, zwischendurch mehr schlecht als recht durch einen Praktikanten
unterstützt.

Mahr, früher unter anderem Wahlkampfberater des österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky, Manager des Pop-Stars Falco und RTL-Programmdirektor, soll sich nicht nur ums Finanzielle, sondern primär ums angeknackste Image seines neuen Schützlings kümmern. Zuletzt sorgte Schumacher für mehr Schlagzeilen als Mann der die Boulevard-
Blätter durch schillernde Auftritte verschiedenster Art füllenden Cora. Das Sportliche rückte in den Hintergrund. Dies soll durch die Zusammenarbeit mit Mahr offensichtlich korrigiert werden.

Nur ein Saisonhöhepunkt

Korrigieren will Schumacher auch das sportlich enttäuschende Abschneiden. Auf seiner Paradestrecke Circuit de Nevers in Magny Cours möchte er die Wende zum Positiven einleiten. Obwohl Toyota derzeit als sechstplatziertes Team der Konstrukteurs-Wertung mit 16 Punkten nur halb so viele Zähler wie Hauptkonkurrent Honda (32) hat, hält Schumacher es für durchaus machbar, das japanische Prestigeduell zu Gunsten seines in Köln ansässigen Teams zu entscheiden: "Wir sind die Nummer vier im Feld. Das sieht man anhand der Geschwindigkeit im Rennen und im Qualifying."

Angesichts der jüngsten Pleiten- und Pannenserie müsste es für Schumacher aber schon gut laufen, wenn er sich beim elften Formel-1-Lauf am Sonntag (16.7.) in den Punkten platzieren könnte. Schließlich glückte ihm das dieses Jahr erst drei Mal. Einziger Höhepunkt war bislang der Podestplatz als Dritter in Malaysia.

Ansonsten sieht die Zwischenbilanz des WM-Elften mit nur acht Punkten kurz nach Saisonhalbzeit bescheiden aus: Vier technisch bedingte Ausfälle, ein Unfall, nur fünf Zielankünfte und zuletzt drei Nullrunden.

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