Neuer McLaren-Renner

Das Geheimnis um den Auspuff

McLaren Mercedes Auspuff Foto: xpb 24 Bilder

Erinnern sie sich noch an die Geschichte mit dem neuen Renault? Alles fragte nach dem Auspuff. Bei McLaren wiederholt sich das Spiel. Bei der Präsentation in Berlin mündete der Auspuff im Heck. Doch bei der Testversion von Jerez ist da nur ein schwarzes Loch. auto motor und sport löst das Geheimnis.

Vergessen Sie die Fotos des neuen McLaren MP4-26 bei seiner Präsentation in Berlin. Da zeigte McLaren nur das halbe Auto. Zwischen Cockpit und Heck war der neue McLaren nur ein halber neuer McLaren. Eigentlich logisch, denn das Auto stand beim Zusammenbau zunächst nackt und ohne Verkleidung im Sony-Center von Berlin. Da lässt sich keiner in die Karten schauen. Besonders dann nicht, wenn man eine revolutionäre Auspufflösung plant.

McLaren versuchte die Konkurrenz zu täuschen

Schon beim Test in Valencia kursierten die ersten Gerüchte. McLaren macht etwas ähnliches wie Renault. Also Auspuff nach vorne legen. Deshalb richteten sich bei dem fünfminütigen Fototermin eine Viertelstunde vor Testbeginn in Jerez alle Augen auf das Heck. Das Staunen war groß. Dort, wo in Berlin noch der Auspuff mündete, war nur ein schwarzes Loch. Und über die gesamte Flanke ließ sich keinerlei Auspuffmündung erkennen.

Einen ersten Aufschluss, wo der Auspuff austreten könnte, ergab ein Blick von hinten auf das Auto. Dort war durch eine Kühlluft-Austrittsöffnung der Auspuffkrümmer zu sehen. Und der drehte sich nicht wie üblich nach hinten, sondern machte eine 180 Grad-Kurve nach vorn. Trotzdem blieb es zwei Stunden lang ein Geheimnis, wo nun die Auspuffgase ins Freie treten würden. Lewis Hamilton hatte es bei jeder Ausfahrt aus der Box ziemlich eilig. Die Leute sollten keine Zeit haben, die Tricks des McLaren zu studieren.

Auspuffführung ähnlich wie bei Renault

Dann aber passierte es doch. Die McLaren-Mechaniker brauchten etwas länger, das Auto in die Boxengarage zu schieben. Und dabei entdeckten wir an der vorderen Rundung des Seitenkastens eine ovale Öffnung. Sie ist deshalb kaum zu sehen, weil sie in die schwarze Karbonstruktur eingelassen ist. Und es blieben nur gefühlte fünf Sekunden Zeit, um etwas zu entdecken, von dem man nicht genau wusste, wo man suchen musste. Doch wir sind ziemlich sicher, dass diese Öffnung die Lösung des Rätsels ist.

Der Auspuff würde damit ähnlich weit vorne wie beim neuen Renault, nur die Bauart wäre etwas anders. Während Renault die Austrittöffnung in einer Beule vor dem Seitenkasten versteckt, um die Gase auch unter den Boden zu blasen, ist bei McLaren das Endrohr Teil der Crashstruktur, mit der die Seitenkästen beginnen. Die ovale Öffnung sorgt dafür, dass die abgelasenen Gase in Bodennähe schön an der Verkleidung anliegen und die Strömung unterstützen, die in der Mulde unter den Kühlern Richtung Heck verläuft. Wie bei Renault ist das Detail sehr schwer zu fotografieren. Es ist hinter einem Leitblech versteckt. Und man muss es erst einmal erkennen.

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