Neuer Motorenvertrag

Williams fährt 2014 mit Mercedes

Williams - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2013 Foto: ams 27 Bilder

Williams hat sich in der Motorenfrage entschieden. Der Traditionsrennstall wechselt von Renault auf Mercedes. Der Deal soll noch an diesem Wochenende bekanntgegeben werden. Für Williams ist es der fünfte Motorenwechsel seit der Trennung von BMW im Jahr 2005.

Mercedes erweitert seine Kundschaft. Im nächsten Jahr kommt wie von auto motor und sport bereits angekündigt neben McLaren und Force India noch Williams dazu. Der Schritt baut der Saison 2015 vor, wenn McLaren sich von Mercedes trennt und zu Honda überläuft.

Williams hat sich aus zwei Gründen für Mercedes entschieden. Einerseits schwingt die Hoffnung mit, dass die Marke mit dem Stern im nächsten Jahr das technisch beste Paket liefert. Und dann ist das Geschäft mit den Schwaben im Vergleich zu Renault das finanziell attraktivere Angebot. Die Antriebseinheit von Mercedes mit Motor, Turbolader, Generator, Batterie und Getriebe gibt es für 17 Millionen Euro. Renault ist mindestens drei Millionen teurer.

Sechs Motoren in sieben Jahren

Für Williams ist es der sechste unterschiedliche Motor in sieben Jahren. Von 2000 bis 2005 fuhr der Rennstall aus Grove mit BMW-Zehnzylindermotoren. 2006 überbrückte Williams mit dem Cosworth V8. Dann folgten drei Jahre mit Toyota-Power, bevor man 2010 zu Cosworth zurückkehrte. 2012 und 2013 wurde ein Renault V8 eingebaut. Und jetzt kommt Mercedes. Renault tröstet sich 2014 mit Red Bull, ToroRosso und wahrscheinlich Lotus. Caterham ist noch offen.

Mercedes wird Motoren plombieren

Renault erlebt derzeit das gleiche Problem, das Mercedes im nächsten Jahr droht. Es findet ein gewisser Technologietransfer statt. Williams und Caterham sind in die Abmessungen des Renault-Motors eingeweiht. Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda hat sich damit abgefunden, dass gewisse Daten an Honda abfließen werden. "Der Motor wird plombiert. Hineinschauen kann also keiner. Dass durch den Fahrbetrieb Daten fließen, können wir nicht verhindern. Honda wird dank den Erfahrungen von McLaren vor dem ersten Renneinsatz mehr wissen, als wenn sie kalt einsteigen müssten."

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