Neuer Red Bull-Partner

Infiniti steigt bei Vettel-Team ein

Sebastian Vettel Foto: Red Bull

Die Nobelmarke Infiniti des japanischen Automobilherstellers Nissan steigt beim Red Bull-Team um Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ein. Die Sponsoring- und Marketing-Partnerschaft ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt.

Das bestätigte Andreas Sigl, Global Direktor von Infiniti Formula One, der Nachrichtenagentur dpa. Ab 2013 soll dann "Phase 2" geplant sein. Die Zusammenarbeit wird am Dienstag (1.3.) beim Genfer Autosalon verkündet.

Infiniti-Einstieg kommt überraschend

Wie eine über 2013 hinausgehende Partnerschaft aussehen könnte, ist offen. Das Red-Bull-Team gehört dem österreichischen Milliardär Dietrich Mateschitz. Er hatte den Jaguar-Rennstall übernommen und mit seinem eigenen Team 2005 seine Premiere in der Königsklasse des Motorsports gefeiert. Im vergangenen Jahr sicherte sich Red Bull durch den 23-jährigen Vettel erstmals die Fahrer-Weltmeisterschaft. Außerdem holten Vettel und sein australischer Teamkollege Mark Webber mit dem Team auch den Konstrukteurs-Titel.
 
Der Name des Herstellers wird an exponierten Stellen auf dem neuen Red-Bull-Rennwagen erscheinen. Laut einem Bericht des britischen Senders BBC soll aber auch der Motor des neuen RB7 bereits in dieser Saison den Namen tragen. Es soll sich dabei aber weiter um einen Renault-Motor handeln, was angesichts der Allianz des französischen und des japanischen Autobauers kaum größere Probleme bereiten dürfte.

Kostenlose Motoren für Red Bull?

Die BBC spekulierte ferner, dass Red Bull die Motoren durch die neue Partnerschaft kostenlos bekommen könnte. Das an dieser Stelle eingesparte Geld könnte dann in andere Bereiche fließen. Die neue Saison beginnt am 27. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.
 
Wenngleich es die Allianz von Red-Bull-Motorenlieferant Renault und Nissan gibt, ist der Einstieg der Nobelmarke durchaus bemerkenswert. In den vergangenen Jahren hatten Nissans japanische Rivalen Honda und Toyota sowie der deutsche Autobauer BMW die Formel 1 verlassen. Durch die Maßnahmen zur Kostensenkung und die Reform der Motoren ab 2013 wurde der Entschluss von Infiniti offensichtlich beschleunigt. Binnen fünf, sechs Monaten sei der Prozess konkret geworden, sagte Sigl der dpa.

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