Neuer Rekord für Monte Carlo erwartet

Ein bis zwei Sekunden schneller

GP Monaco - Formel 1 - Monte Carlo - Mittwoch - 23.5.2018 Foto: sutton-images.com 96 Bilder

In Monte Carlo werden alle Rekorde fallen. Zum ersten Mal kommt Pirellis neuer Superkleber „Hypersoft“ zum Einsatz. Die Strecke wurde teilweise neu asphaltiert. Die Fahrer erwarten für den 65. GP Monaco, die Bestmarken zu brechen.

Kimi Räikkönen und Michael Schumacher halten die Rekorde für Monte Carlo. Der finnische Ferrari-Pilot drehte im letzten Jahr mit seiner Pole Position-Runde von 1.12,178 Minuten die schnellste Runde, die je im Fürstentum gefahren wurde. Michael Schumacher hält mit 1.14,439 Minuten immer noch den Rundenrekord. Er datiert aus dem Jahr 2004.

Die Bestzeiten werden das Wochenende zum 65. Grand Prix von Monaco nur überleben, wenn es am Samstag und Sonntag regnet. Monte Carlo erwartet eine neue Rekordjagd. Hauptgrund sind die Hypersoft-Reifen von Pirelli. Der italienische Reifenlieferant packt zum ersten Mal seinen Superkleber aus. „Es ist der beste Reifen, den Pirelli je gebracht hat“, lobt Marcus Ericsson. Sauber-Teamkollege Charles Leclerc erzählt: „Es ist ein riesiger Schritt zwischen Ultrasoft und Hypersoft, der größte Unterschied überhaupt. Und der Reifen hält auch noch.“

Alonso macht einen Sprung von zwei Jahren

Ein weiterer Beschleuniger könnte auch der neue Belag zwischen den Kurven 7 und 15 und auf der Zielgerade sein. Nico Hülkenberg warnt jedoch: „Auf diesem neuen glatten Asphalttyp ist es nicht so einfach, die sofort Reifen ins richtige Fenster zu bringen.“ Esteban Ocon prophezeit, dass vor allem die zweite Schwimmbad-Schikane schneller wird. „Die haben dort auf der Innenseite den Randstein weggenommen. Die direktere Linie macht die Passage schneller.“ Der Franzose schätzt, dass die Rundenzeit um mindestens eine Sekunde sinken werden. Teamkollege Sergio Perez kann sich sogar 1,5 Sekunden Zeitverbesserung vorstellen.

Valtteri Bottas rechnet mit ein bis zwei Sekunden Fortschritt. „Für mich wird der Sprung am größten“, lacht Fernando Alonso. „Ich war letztes Jahr in Indy und fahre zum ersten Mal mit den breiten Autos hier. Dazu noch die Hypersoft-Reifen. Das wird im Vergleich zu 2016 vier bis fünf Sekunden ausmachen.“ Perez plädiert dafür, den Hypersoft-Reifen auf mehr Rennstrecken einzusetzen als nur in Monte Carlo und Montreal. „Das würde das Rennen würzen. Im Moment zerfällt es in zwei Teile, weil die Topteams in einer eigenen Kategorie fahren. Gäbe es den Hypersoft überall, würden die kleineren Teams davon profitieren.“

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