Max Verstappen - GP Malaysia 2017 Red Bull
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Neuer Vertrag für Max Verstappen

Verstappen bleibt bis 2020 bei Red Bull

Red Bull hat Mercedes und Ferrari ausgebremst. Wer auch immer hinter Max Verstappen her war, er muss sich bis zum Jahr 2021 gedulden. Das holländische Supertalent verlängerte seinen Vertrag mit Red Bull bis einschließlich 2020. Der Schritt kommt überraschend, da bei Red Bull die Zeiten ab 2019 auf Sturm stehen.

Max Verstappen bleibt bei Red Bull. Nicht nur im nächsten und im übernächsten Jahr. Der 20-jährige Holländer verlängerte bei seinem Team bis 2020. Damit müssen Mercedes und Ferrari ihre Hoffnungen begraben, den Holländer schon 2019 aus seinem Red Bull-Vertrag zu sprengen. Sie hatten hinter verschlossenen Türen bereits die Vertragslage mit dem zweifachen GP-Sieger abgeklopft.

Die Vertragsverlängerung kommt überraschend, obwohl Red Bull seit zwei Rennen wieder ein Auto hat, mit dem man aus eigener Kraft gewinnen kann. Man kann auch davon ausgehen, dass der WM-Dritte im nächsten Jahr wieder im Titelrennen mitmischt. „Der Fehler mit der Korrelation zwischen Windkanal, CFD und Rennstrecke passiert uns kein zweites Mal. Wir werden nächstes Jahr auf einer ganz anderen Basis starten“, verspricht Motorsportdirektor Helmut Marko. Nach der Beendigung des Sportwagenprojekts mit Aston Martin widmet auch Stardesigner Adrian Newey wieder mehr Zeit der Formel 1.

Hat Red Bull für 2019 einen Überraschungsmotor in der Hinterhand?

Trotzdem ist die Frage erlaubt, was Verstappen dazu bewegt, sich so lange an ein Team zu binden, das heute noch keinen Motor für 2019 hat. Renault will seine Motorenlieferung Ende 2018 einstellen. Dann bliebe der Logik nach nur noch Honda, die 2018 mit Toro Rosso endlich die Kurve kriegen wollen.

Lewis Hamilton vs. Max Verstappen - GP Malaysia 2017
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Max Verstappen gewann für Red Bull 2017 in Malaysia.

Doch ob die Japaner das schaffen, steht in den Sternen. Honda muss aus Sicht von heute für Verstappen ein Risikofaktor sein. Sein Bekenntnis zu Red Bull nährt den Verdacht, dass der Rennstall aus Milton Keynes für 2019 vielleicht doch etwas Anderes in der Hinterhand hat. Aston Martin kann man vergessen. Der englische Sportwagenhersteller hat weder das Geld, noch die Erfahrung, die hochkomplexen Hybridantriebe zu entwickeln. Da kommt dann doch wieder Porsche ins Spiel. Trotz aller Dementis. Da der Motor für 2021 von seiner Architektur nicht so viel anders sein wird wie die aktuellen Sechszylinder, würde Porsche die Entwicklung nicht nur für zwei Jahre investieren.

Offiziell sind die üblichen Sprüche von den Beteiligten zu hören. Sie sagen wenig über die Hintergründe aus. „Max hat eben Vertrauen in Red Bull“, berichtet Marko stolz. Verstappen beginnt seine Erklärung mit einer Dankesrede. „Red Bull hat mir die Chance gegeben, als ich 17 Jahre alt war. Sie haben mich immer zu 100 Prozent unterstützt. Ich weiß, dass wir die gleichen Ziele verfolgen. Deshalb werde ich mich diesem Team für weitere Zeit verpflichten.“ Auch Teamchef Christian Horner versprüht jede Menge Pathos: „Wir hatten mit Max einen großartigen Start in Spanien letztes Jahr. Er ist ein echter Racer mit einem unglaublichen Talent und einem außergewöhnlichen Renninstinkt. Es war ein großartiger Moment für uns zu sehen, wie er nach all den Enttäuschungen dieses Jahr dann doch noch den GP Malaysia für uns gewinnen konnte. Max hat jeden Grund, von uns Erfolg zu verlangen. Wir glauben, dass wir ihm langfristig den besten Platz bieten können, um das zu erreichen.“

Für Teamkollege Daniel Ricciardo ist das ein Warnschuss. Sein Vertrag läuft Ende 2018 aus. Red Bull geht offenbar davon aus, dass sich der Australier dann zu einem anderen Team verabschiedet. Gefühlt war Max Verstappen immer die Nummer 1 im Team. Mit seinem Treueschwur ist er es auch in der Boxengarage und auf der Strecke. Ein Team schlägt sich immer auf die Seite des Fahrers, der bleibt. Ein erster Schritt dorthin zeigt sich schon in Austin. Die neue Motorenspezifikation von Renault geht an Verstappen. Ricciardo wird in Mexiko seinen sechsten Motor erhalten. Es ist aber nur das alte Modell, weil Renault pro Team nur ein neues Triebwerk bereitstellt.

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