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Formel 1: Das neue Mercedes GP-Motorhome

Schöner Wohnen mit Schumi und Rosberg

Das neue Mercedes Formel 1-Werksteam zeigt beim GP Monaco erstmals sein neues Motorhome. auto motor und sport hat die ersten Bilder und verrät, wie die neue Heimat von Michael Schumacher und Nico Rosberg aufgebaut ist.

Wenn die Weltmarke Mercedes ein eigenes Formel 1-Team an den Start bringt, dann muss natürlich auch das Motorhome im Fahrerlager angemessen sein. Das alte Gebäude von Brawn GP hatte schon einige Jahre auf dem Buckel und war einfach nicht mehr repräsentativ genug. Also ließ der Silberpfeil-Rennstall ein komplett neues Motorhome entwickeln und bauen.

Da 'Klotzen statt Kleckern' jedoch nicht gerade der schwäbischen Mentalität entspricht, hatte Mercedes-Sportchef Norbert Haug bei der Planung vor allem die Kosten im Auge. "Wir zahlen für das neue Motorhome keine zwei Milionen Euro", berichtet Sparmeister Haug stolz über das neue Team-Zuhause. Der hessische Messebau-Experte Ambrosius ließ sich einige clevere Ideen einfallen, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Modulbauweise senkt die Kosten

Der größte Clou des zweistöckigen Silber-Quaders ist seine modulare Bauweise. Wie bei einem Legohaus wird ein Wohncontainer über den anderen gestapelt. In den einzelnen Elementen muss das Innenleben von der Technik bis zu den Möbeln gar nicht mehr ausgebaut werden, erklärt Haug. "Vor Ort müssen wir uns nur einen Kran mieten, um die Module übereinander zu stapeln."

Durch die einfache aber effiziente Technik gelingt der Aufbau in Rekordzeit. Anderthalb Tage brauchen die Techniker nur, um die zwei Stockwerke plus Sonnendeck auf dem Dach zu errichten. "Am Samstagmorgen wurde in Monaco zum ersten Mal mit dem Aufbau im Fahrerlager begonnen", berichtet Haug. "Abends um halb acht stand es bereits."

16 silberne Wohncontainer

Theoretisch wäre es möglich gewesen, das neue Motorhome schon in Barcelona aufzubauen und es auch rechtzeitig eine Woche später in Monaco einzusetzen. "Das wäre zwar eng aber machbar", so Haug. "Wir wollten unserem Team beim ersten Mal aber etwas mehr Zeit zum Aufbau geben." Im engen Fahrerlager von Monaco bittet die FIA die Teams zudem immer um eine möglichst frühe Materialanlieferung.

Das teuerste am neuen Motorhome ist übrigens die Logistik. 16 LKWs sind notwendig, um das ganze Material und die genormten Container quer über den Kontinent zu den neun Europa-Rennen zu transportieren.

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