Nick Heidfeld

Renault zwischen Stärke und Zweifeln

Heidfeld Helm 2011 Foto: Renault 14 Bilder

Nick Heidfelds dritte Karriere könnte seine beste werden. Doch, was aus seinem überraschenden Einsatz für Renault wird, vermag auch Robert Kubicas Ersatzpilot nicht vorherzusagen: "Ich hänge in der Luft."

Vor zwei Monaten war Nick Heidfeld weiter von der Formel 1 entfernt als jemals zuvor in den vergangenen elf Jahren. Jetzt ist er die Speerspitze von Renault, als Ersatz für den verletzten Robert Kubica. Trotz des kurzfristigen Einsatzbefehls war es fast eine normale Saisonvorbereitung.

"Ich habe zwei Testtage verloren und war nicht so lange mit dem Team zusammen wie das bei einer normalen Winterpause der Fall gewesen wäre", erzählt Heidfeld. "Das meiste habe ich aber wieder aufgeholt."

Heidfeld hängt in der Luft

Der Formel 1-Heimkehrer schwärmt von seinem neuen Team. "Schon in den letzten zwei Jahren hat Renault stark aufgeholt. Der Trend scheint sich fortzusetzen. Mit dieser Mannschaft können wir wieder bald an der Spitze mitfahren." Ob das schon in dieser Saison der Fall sein wird, kann Heidfeld noch nicht bestätigen. "Ich hänge ziemlich in der Luft. Es gab bei den Testfahrten Momente, da dachte ich, dass wir stark sein werden. Dann kamen aber auch wieder Zweifel."

Vor allem an den letzten beiden Tagen in Barcelona, als der Speed auf rätselhafte Weise verloren gegangen schien. "Wir haben ein paar Ideen, warum das so war, müssen aber das Freitagstraining abwarten, ob wir richtig liegen." Wenigstens musste er sich wegen der Standfestigkeit keine grauen Haare wachsen lassen. "Wir hatten zwar ein paar Probleme, aber die sind alle lösbar."

Lenkradarbeit einfach zu viel

Nick Heidfeld erwartet ein GP-Wochenende, bei dem vieles anders sein wird als in seinen elf Formel 1-Jahren davor. Zum Beispiel die vielen Funktionen, die vom Lenkrad aus abrufbar sind. "Es stimmt, dass mit KERS und dem Heckflügel nur zwei Funktionen dazu kommen. Was es so schwierig macht, dass beide gleichzeitig bedient werden müssen. Wenn du dann noch einen dritten Parameter einstellen und gleichzeitig aufs Armaturenbrett schauen musst, dann ist es einfach zuviel."

Auch in puncto Reifen gibt es Lernbedarf. "Wir werden den Kommandostand noch besser über den Reifenabbau informieren müssen. Der Einbruch kommt ziemlich plötzlich. An der Box sehen sie es nicht unbedingt gleich auf der Uhr, wann genau die Reifen nachlassen."

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