Nick Heidfeld

Vorbereitung mit Expeditionscharakter

Nick Heidfeld Foto: BMW Sauber 9 Bilder

Nick Heidfeld hat eine bewegte Winterpause hinter sich. Nach der Verlobung, einem intensivem Fitnesstraining und den Tests mit dem neuen Auto kann der Mönchengladbacher den Saisonstart kaum noch erwarten.

Mit 31 Jahren gehört Nick Heidfeld mittlerweile schon zu den älteren Piloten im Fahrerfeld. Trotzdem findet der BMW-Sauber-Pilot immer noch Gefallen an technischen Neuerungen und hat kein Problem sich umzustellen. Vor allem an die abgespeckte Aerodynamik müssen die Fahrer ihren Fahrstil anpassen, erklärt Heidfeld.
 
Richtig Freude bereitet dem 150 fachen GP-Teilnehmer vor allem das neue Hybrid-System (KERS). "Wenn man den Boost-Button am Lenkrad drückt und den zusätzlichen Schub von 80 PS spürt ist das klasse", erklärt Heidfeld. Beim Testen habe er auch schon Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn der Gegner die zusätzliche Energie nutzt und er nicht: "Der ist dann gleich mal weg."

Standortbestimmung fehlt noch

Auch die Rückkehr der Slicks wurde vom Mönchengladbacher schon lange herbeigesehnt. Es habe ihm nie gefallen, dass ausgerechnet in der Formel 1 so lange auf Slicks verzichtet wurde, klagt Heidfeld. Generell befürworte er alles, was Überholvorgänge erleichtert. Inwieweit die verstellbaren Frontflügel dabei von Nutzen sind, sei aber noch nicht klar: "Ob es wirklich hilft, das bezweifle ich. Aber das wird sich erst im Rennen zeigen."
 
Trotz Regen in Jerez, Wind in Valencia und Sandstürmen in Bahrain haben die Testfahrten viel Spaß gemacht. "Diesmal haben die Vorbereitungen Expeditionscharakter. Es gibt so viele Neuerungen." Mit dem Auto sei er bislang zufrieden. Es reagiere wie gewünscht auf Setup-Änderungen und unlösbare Probleme seien auch keine aufgetreten. "Was das allerdings im Vergleich zur Konkurrenz wert ist, weiß ich leider nicht."

Fit für den ersten GP-Erfolg

Ganz oben auf der Wunschliste für 2009 steht natürlich weiterhin endlich der erste Rennsieg. In der vergangenen Saison war Heidfeld mit seinem zweiten Platz in Kanada bereits ganz dicht dran. Neben seinen persönlichen Zielen hofft er mit seinem Team in den Titelkampf eingreifen zu können. Dafür hat Heidfeld über die Winterpause so viel trainiert wie nie zuvor: "Wegen der Testrestriktionen stand mehr Zeit zur Verfügung. Ich fühle mich super fit."
 
Auch während der Saison muss Heidfeld auf die Kondition achten. Testfahrten fallen in diesem Jahr komplett weg: "Das beste Fitnesstraining zum Formel 1-Fahren ist das Formel 1-Fahren. Das muss aufgefangen werden."Im Gegensatz zu anderen Fahrern habe Heidfeld aber keine Diät gehalten: "Radikale Hungerkuren schwächen nur“, erklärt der Routinier, "ich habe sehr auf meine Ernährung geachtet und trotz des zusätzlichen Muskelaufbaus durch das Training sukzessive zweieinhalb Kilo abgenommen."

Die neue schlanke Linie dürfte sicher auch bei der Wahl des Smokings für die anstehende Hochzeit im Hause Heidfeld gelegen kommen. In der Winterpause hat sich der Wahl-Schweizer mit der Mutter seiner Kinder verlobt. "Wir haben noch keinen Termin für die Hochzeit, aber daran wird es nicht scheitern. Durch das Testverbot sollte das möglich sein."

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