Nico Hülkenberg ausgebremst

Massa-Unfall zum falschen Zeitpunkt

Nico Hülkenberg GP Kanada 2013 Foto: xpb 64 Bilder

Nico Hülkenberg kam dank der FIA-Stewards im zweiten Anlauf doch noch in die Top Ten. Dabei war der Sauber-Pilot eigentlich auch auf der Strecke schnell genug, für den Einzug in das Q3. Doch dann kam ihm der Massa-Unfall in die Quere. Wir lösen auf.

Nico Hülkenberg erlebte einen interessanten Samstag (8.6.2013) in Montreal. In den ersten beiden Trainingssitzungen war der Rheinländer durch ein Montagefehler an der Aufhängung eingebremst worden. Deshalb wusste er nicht, was der Qualifying-Tag auf den Circuit Gilles Villeneuve bringen würde.

"Nach dem Problem gestern war es etwas schwer zu wissen, wo wir stehen. Über Nacht haben wir einiges verändert. Und schon lief es in der Früh viel besser. Wenn man die besten Sektoren zusammenrechnet, wäre ich schon im dritten Training viertschnellster gewesen", berichtete Hülkenberg vom Start in den Tag. Durch die gute Vorstellung stiegen die Hoffnungen für das Qualifying wieder. Doch dann scheiterte der Sauber-Pilot knapp.

Hülkenberg schnell genug für Q3

"Das Q3 lag heute drin. Wir hatten nur Pech mit dem Timing. Die rote Flagge durch den Massa-Unfall kam für uns drei Sekunden zu früh. Ich kam gerade aus der Schikane und war auf dem Weg zur Ziellinie, als die rote Flagge kam. Ich habe auf dem Display gesehen, dass ich eine 1:29.2 Min. gefahren bin. Wie wir jetzt wissen, hätte das für den Einzug ins Q3 gereicht", erklärte Hülkenberg später.

Nach dem Abbruch blieb noch eine Chance. Die beiden Sauber-Piloten stellten sich beim Restart ganz vorne an die Ampel. Doch es reichte nicht ganz für den Einzug in die Top Ten. "Beim zweiten Versuch passte der erste Sektor nicht ganz. Da konnte ich mich nicht genug verbessern. Ich hatte durch das lange Stehen an der Ampel vielleicht nicht mehr genug Temperatur in den Reifen. Aber wir mussten das so machen. Hätten wir uns hinten angestellt wie Webber und Button, hätten wir gar keine Zeit mehr fahren können."

Hülkenberg rutscht kampflos in die Top Ten

Nach dem Qualifying gab es von den FIA-Stewards doch noch einen Top Ten-Platz. Kimi Räikkönen und Daniel Ricciardo wurden zwei Plätze zurückgestuft, weil sie sich beim Restart vorgedrängelt hatten. Hülkenberg ruschte gleich an beiden Sündern vorbei von Startplatz 11 auf Rang neun. Was von dort im Rennen möglich ist, konnte der Emmericher aber nicht sagen.

"Wir werden morgen alle ins kalte Wasser geschmissen. Wenn es so warm wird wie vorhergesagt, gehen wir alle ohne viele Informationen ins Rennen. Dann müssen wir sehen, wie es sich entwickelt. Ich habe da kein Gefühl in irgend eine Richtung. Wir müssen für alles offen sein. Wenn es 15 Grad wärmer wird, kann plötzlich alles anders sein. Wir wissen ja, wie sensibel die Reifen sind. Ich hoffe nicht, dass es regnet. Vom Setup haben wir mit wenig Abtrieb voll auf trocken gesetzt."

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