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Nico Hülkenberg exklusiv

Notruf an Experten in England

Nico Hülkenberg setzte seine erfolgreiche Serie fort. Zehn Starts, zehn Mal WM-Punkte. Das Wetter machte den Force India-Piloten einen Strich durch die Rechnung. Hülkenberg erzählt die Hintergründe und er beschreibt, wie er das Motorproblem zu Mitte des Rennens lösen musste.

Wie lief Ihr Rennen in Hockenheim?

Hülkenberg: Ich glaube, ganz erfolgreich. Es war ein anstrengendes Rennen, auch mit Überraschungen, und wir haben wieder Punkte geholt.

Welche Überraschungen?

Hülkenberg: Jeder dachte, die Hinterreifen wären der Schlüssel. Aber bei 20 Grad weniger Asphalttemperatur war es dann eher der vordere linke Reifen, der ausschlaggebend war. Er hat irrsinnig gekörnt. Von der Abstimmung her waren wir eher auf der Richtung, die Hinterreifen zu schonen. Dann kam alles ganz anders, und wir haben das Beste draus gemacht. Ich bin mit zwei Stopps über die Runden gekommen. Ob drei schneller gewesen wären, weiß ich noch nicht ganz.

Ihr Kollege Perez hat drei Mal gestoppt. Normalerweise gilt er als Reifenflüsterer.

Hülkenberg: Sergio war im ganzen Rennen langsamer. Er hatte viel mehr Probleme als ich.

Die Teamleitung glaubt, dass Sie Vierter hätten werden können, wäre es so heiß wie im Training geblieben?

Hülkenberg: Kann schon sein. Ich glaube schon, dass sich da eine Möglichkeit aufgetan hätte, denn am Freitag bei den heißen Bedingungen sahen einige deutlich schlechter aus als im Rennen. Da sind McLaren und Williams gestrauchelt, und wir waren eigentlich relativ gut. Eine Garantie ist das natürlich nie.

Sie hatten einen guten Start. Was haben sie vom Crash mit Massa und Magnussen mitbekommen?

Hülkenberg: Ich habe die Kollision selbst gar nicht gesehen. Auf einmal flog ein Auto durch die Luft. Ich war hinter Fernando. Der ist voll in die Eisen, ich dann auch, und wir sind beide gerade so dran vorbeigekommen. Sicher auch ein bisschen Glück gehabt. Mein Start an sich war nicht so gut. Mit der Kupplung haben wir immer noch eine Schwäche, die wir ausbügeln müssen.

Auf der Rennstrecke war der Teufel los. Jeder gegen jeden. Wie sahen Ihre Zweikämpfe aus?

Hülkenberg: Ich war auf weiten Teilen des Rennens alleine. Entweder sind an mir richtig dominante Autos vorbeigeflogen, oder ich habe Autos überholt, die schon auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Von daher waren meine Zweikämpfe recht unspektakulär. Mit Top-Speed allein kannst du dich in Hockenheim nicht retten. Du musst auch gut aus den Ecken rauskommen, und wenn da die Reifen nicht mitspielen, hast du schlechte Karten.

Stimmt die neue Politik der "langen Leine"? Es gibt viel weniger Strafen.

Hülkenberg: Kann sein. Es gibt weniger Untersuchungen, aber ich würde nicht sagen, dass ich mich jetzt mehr traue.

Mitte des Rennens mussten Sie ziemlich viel am Lenkrad verstellen. Was war da los?

Hülkenberg: Da ist der Motor nicht mehr rund gelaufen. Es gab beim Beschleunigen Aussetzer. Da wir ich fünf Runden lang mit beschäftigt. Gleichzeitig musste ich Sprit sparen und Reifen managen. Das war eigentlich mein Highlight, dass ich mich da noch gut aus der Affäre gezogen habe.

Was haben Sie da genau verstellt?

Hülkenberg: Irgendein Sensor hatte was Falsches gelesen. Dadurch ist irgendwas passiert, das nicht gut war. Es hat sich angefühlt, als hätte die Benzinpumpe nicht mehr geliefert. Aus den Kurven raus hatte ich ein Stottern. Gleichzeitig hatte ich einen Alarm am Lenkrad, und ich konnte nicht auf die Standardeinstellung zurückkehren. Da mussten die Jungs an der Boxenmauer erst einmal rausfinden, wie wir diesen Alarm überschreiben, um das Ding neu zu starten. Sie waren sogar mit der Fabrik in England in Kontakt, um rauszufinden, was ich jetzt machen soll. Mir haben sie gesagt: Geh raus aus dem Programm, geh wieder rein, geh ganz herum und schaue, ob du so wieder auf die Standardeinstellung zurückkommst. Es hat ein paar Runden gedauert, bis wir endlich den Dreh raus hatten.

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