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Nico Hülkenberg im Pech

3.340 Meter von einem WM-Punkt entfernt

Nico Hülkenberg hat einen WM-Punkt knapp verpasst. In der vorletzten Runde lag der sauber-Pilot noch auf Platz 10. Doch er fuhr mit nachlassenden Reifen schon mit dem Rücken zur Wand. Kimi Räikkönen hatte dank frischer Reifen leichtes Spiel. Außerdem gab es Schützenhilfe von Landsmann Valtteri Bottas.

Für Nico Hülkenberg hat es gerade nicht gereicht. 3.340 Meter fehlten zu einem WM-Punkt beim GP Monaco. Am Ende der Zielgeraden bremste ihn Kimi Räikkönen aus. "Ich kam eingangs der Zielgeraden schon nicht mehr richtig in Fahrt. Meine Hinterreifen waren total hinüber. Ich hatte null Traktion", klagte der Sauber-Pilot. Sein Reifensatz, Marke soft, war 32 Runden alt. Räikkönen war mit einer Reifengarnitur unterwegs, die er erst sieben Runden zuvor hatte aufziehen lassen. Notgedrungen. Die Kollision mit Sergio Perez zwang ihn zu einem außerplanmäßigen Stopp. Und Räikkönen fuhr auf Supersoft-Gummi.

Drei Autos in zwei Runden

In der 76. Runde lag der Lotus-Pilot noch auf Rang 13 hinter Nico Hülkenberg, Valtteri Bottas und Esteban Gutierrez. Dann schlug er im vorletzten Umlauf gleich zwei Mal zu. Gutierrez konnte den Ansturm von Räikkönen nicht abwehren, obwohl er sechs Runden lang alles versucht hatte. Bottas aber ließ seinen Landsmann anstandslos vorbei. Peter Sauber fand das unsportlich. "So kam Kimi erst in die Lage, Hülkenberg anzugreifen. Er hat uns einen Punkt gestohlen." Bottas erzählte finnischen Journalisten, er habe geglaubt Räikkönen liege in Führung. Das klingt eher nach Schutzbehauptung. Räikkönen führte den GP Monaco kein einziges Mal an. Er war auch weit davon entfernt.

War Soft die falsche Wahl?

Hülkenberg zählte neben Kimi Räikkönen, Max Chilton und Giedo van der Garde zu den vier Fahrern, die nach der Unterbrechung mit den härteren Reifen in den zweiten Teil des Rennens gingen. War es am Ende die falsche Wahl? Hülkenberg ist sich nicht sicher: "Wir hatten auch auf dem Supersoft unsere Probleme. Der erste Satz hat vorne links stark gekörnt. Das Problem hatten wir das ganze Wochenende nicht. Deshalb haben wir uns für die letzten 32 Runden für den härteren Reifen entschieden. Eigentlich hätte der länger halten sollen, aber wir haben immer noch nicht ganz verstanden, wann er funktioniert und wann nicht. Jeder Satz Reifen ist anders."

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