Nico Hülkenberg pokert

"Entscheidung für 2014 bis Ende September"

Nico Hülkenberg GP Belgien 2013 Foto: xpb 10 Bilder

Nico Hülkenberg spielt im Fahrerkarussell für 2014 eine wichtige Rolle. Der Deutsche führt aktuell Gespräche mit mehreren Teams. Sollte Ferrari ihm ein Angebot machen, wird Hülkenberg wohl nicht ablehnen.

Nico Hülkenberg kam gut gelaunt aus dem Urlaub zurück. In der Sommerpause hat der Rheinländer einige Tage auf Mallorca verbracht. Es wurde ein Entspannungsprogramm: "Ich habe die Seele baummeln lassen, bin im Meer geschwommen, habe die Sonne genossen und bin Jetski gefahren", berichtete der Sauber-Pilot zu Beginn der zweiten Halbsaison in Spa.

Hülkenberg zu Ferrari?

Kaum im Fahrerlager wieder angekommen, wurde Hülkenberg aber direkt wieder von der Formel 1-Realität eingeholt. Das wichtigste Thema: Wo fährt der schnelle Mann aus Emmerich in der kommenden Saison. Sauber kämpft mit Finanzproblemen und befindet sich sportlich auf Talfahrt. Klar, dass Hülkenberg nach Alternativen schaut.

"Es werden Gespräche mit verschiedenen Teams geführt. Das kann sich aber noch etwas hinziehen. Ich werde meine Entscheidung treffen, wenn ich überzeugt bin, dass es die richtige Entscheidung ist und alles passt", erklärte der Pilot, der am Montag seinen 26. Geburtstag feierte.

Zuletzt wurde Hülkenberg vor allem mit Ferrari in Verbindung gebracht. "Das ist die übliche Zeit für Gerüchte. Ich weiß gar nicht, wo die auf einmal herkommen. Fakt ist, dass meine Zukunft noch nicht entschieden ist. Ferrari ist ein gutes Team. Sicher eins der Top-Teams. Wenn man die Chance bekommt, dort zu fahren, dann lehnt man das normalerweise nicht ab."

Hülkenberg will Entscheidung bis Ende September

Momentan sei es aber noch zu früh für Spekulationen. Selbst einen Verbleib bei Sauber wollte Hülkenberg nicht ausschließen. "Wir wissen ja noch gar nicht, welche Cockpits sicher frei sind. Kimi Räikkönen spielt sicher auch eine Rolle. Es hängt aber nicht unbedingt alles von ihm ab."

Laut Hülkenberg ist die Suche nach dem richtigen Team in diesem Jahr besonders schwer. "Die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab. Es liegt an der Gesamtsituation. Die Perspektive für ein Team. Nächstes Jahr wird es sowieso schwierig einzuschätzen, mit dem neuen Reglement und den neuen Motoren." Ewig will sich "Hülk" aber nicht Zeit lassen. "Ich hätte es gerne bis Ende September über die Bühne gebracht."

Die Situation neben der Strecke ist also momentan spannender als auf der Strecke. Was die Leistung des Saubers angeht, erwartet Hülkenberg auch in Spa keine Wunder. "Wir mussten bisher immer auf Pech bei den anderen hoffen, um noch Punkte zu bekommen. Das hat sich bis jetzt nicht groß geändert. Bei uns muss alles passen, dass wir in Reichweite der Punkte kommen."

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