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Nico Hülkenberg rehabilitiert

Platz umsonst hergeschenkt

Nico Hülkenberg hat beim GP Singapur auf Anraten seines Teams einen Platz an Sergio Perez abgetreten, weil er im Zweikampf mit dem Mexikaner neben die Strecke geraten war. Nach Auswertung der TV-Aufnahmen sind jetzt auch FIA-Experten der Meinung, dass Hülkenberg im Recht war. Er hätte seinen Platz behalten können.
 

Es sind zwei WM-Punkte, die Nico Hülkenberg aus Angst vor einer Strafe hergeschenkt hat. Die Differenz zwischen Platz 8 und Rang 9. Der Sauber-Pilot hatte beim GP Singapur im Duell mit Sergio Perez in Kurve 7 die Strecke verlassen und war vor dem McLaren wieder eingeschert.

Der Sauber-Kommandostand bekam von FIA-Rennleiter Charlie Whiting den Hinweis, dass man darüber nachdenken solle, den Platz an Perez wieder herzugeben, um sicher einer möglichen Bestrafung vorzubeugen. Sauber ging auf Nummer sicher und forderte seinen Piloten zum Platztausch auf. Im schlimmsten Fall hätte ihm eine Durchfahrtstrafe gedroht. Dabei wäre mehr als nur eine Position verloren gegangen.

Maldonado war am falschen Ort

Wie sich inzwischen herausgestellt hat, haben die Sportkommissare den Fall zwar kurz untersucht, ihn dann aber fallengelassen. Hülkenberg hat die Position aus heutiger Sicht in gutem Glauben hergeschenkt. Das ist ärgerlich, weil sich auch die FIA-Experten nach Durchsicht der TV-Aufnahmen der Ansicht anschließen, die Hülkenberg und Teammanager Beat Zehnder gleich nach dem Rennen vertraten.
 
"Ich lag immer vor Perez. Vor und nach der Kurve. Deshalb hatte ich durch das Verlassen der Piste keinen Vorteil", urteilte Hülkenberg nach dem Rennen. Zehnder ergänzte: "Perez hat Nico erst neben die Strecke gedrückt."
 
Für FIA-Rennleiter Charlie Whiting trägt Pastor Maldonado den Hauptteil der Verantwortung in dieser Szene. Der Williams-Fahrer war am falschen Ort, als Hülkenberg den Angriff von Perez abwehrte. Er zwang Perez die Linie auf, die dann Hülkenberg keinen Platz auf der Rennstrecke mehr ließ.

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