Nico Hülkenberg über Malaysia

"Endlich ein Rennen, das Spaß gemacht hat"

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 3. April 2014 Foto: xpb 62 Bilder

Die Saison für Nico Hülkenberg hat gut begonnen. Zwei Rennen, ein Mal Fünfter, ein Mal Sechster, 18 WM-Punkte. In Malaysia hatte der Force India richtig Spaß. "Zum ersten Mal seit langem konnte ich mein Rennen fahren und musste nicht nach hinten schauen."

Die Formel 1 bekommt derzeit viel Kritik ab. Zu wenig Lärm, zu wenig Spannung, zu komplizierte Regeln. Viele Fahrer bedauern, dass der Spaßfaktor fehlt. Weil mangels Abtrieb die Rundenzeiten um zwei Sekunden und mehr angestiegen sind. Nico Hülkenberg kann das nicht behaupten. Es läuft gut für ihn.

Der Force India-Pilot hat bereits 18 Punkte auf dem Konto. Mehr als Sebastian Vettel. Nach seinem fünften Platz in Malaysia strahlte Hülkenberg: "Es war zum ersten Mal seit langem wieder ein Rennen zum Genießen. Endlich mal keiner, der mir die ganze Zeit im Genick hängt. Endlich mal wieder ein Rennen, bei dem ich mein Tempo fahren konnte."

Alonso für Hülkenberg kaum zu schlagen

Nur am Ende des Rennens wurde Hülkenberg in einen Zweikampf verwickelt. "Fernando kam mit Riesenschritten näher. Ich hatte mit den harten Reifen einfach keinen Grip. Das zeigt, dass uns Abtrieb fehlt. Ich bin nur herumgeruscht, und die Dinger kamen trotzdem nicht auf Temperatur. So wurde ich für Fernando zur leichten Beute."
 
War die Zweistopp-Strategie am Ende ein Fehler? "Ich wäre auch mit drei Stopps hinter Fernando gelandet. Unsere einzige Chance wäre eine aggressive Taktik gewesen, um ihn mit einem frühen ersten Stopp in Runde 8 zu überlisten. Aber dabei wäre ich wahrscheinlich hinter die Sauber ins Feld gefallen."
 
"Das Risiko war uns zu groß. Wäre ich da an Alonso vorbeigekommen, hätte ich ihn bis zum Schluss gehalten. Dem Ferrari fehlt gegenüber unserem Auto der Top-Speed. Er konnte mich nur überholen, weil er dank der besseren Reifen zwei Sekunden schneller war als ich."

Spritsparen kein Thema

Hülkenberg konnte die gesamten 56 Runden in Sepang voll fahren. "Ich musste kein einziges Mal Sprit sparen. Wir sind sogar mit einem Kilogramm zu viel ins Ziel gekommen." Die Williams-Piloten wurden in Malaysia noch nicht einmal mit der maximal erlaubten Menge von 100 Kilogramm Benzin ins Rennen geschickt. "Die haben einen echt guten Spritverbrauch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fahrer im Rennen so oft gelupft haben", staunt Hülkenberg. Williams verwendet wie Force India Mercedes-Motoren. Es muss also am Auto liegen.

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