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Nico Hülkenbergs Sotschi-Bilanz

Besser, aber noch nicht gut genug

Nico Hülkenberg fuhr in Sotschi zum zweiten Mal in dieser Saison in die Punkte. Sein Renault wird langsam besser. Trotzdem mahnt Hülkenberg an, dass da noch mehr kommen muss.

Der Trend zeigt in die richtige Richtung. Nach zwei Nullrunden zu Saisonbeginn fängt Nico Hülkenberg jetzt an Punkte zu sammeln. Platz 9 in Bahrain, Rang 8 in Russland. Mehr war in Sotschi für den R.S.17 mit dem neuen Aero-Paket nicht drin. Am Ende bekam Hülkenberg sogar noch einen Platz geschenkt, weil sich Felipe Massa einen zweiten Plattfuß einfing. Der Profiteur sagt ehrlich: „Ich habe mir die Hände gerieben und Dankeschön gesagt. Man muss auch mal Glück haben. Zwei Punkte extra nimmt man gerne mit.“

Der vierte Lauf des Jahres ging für den Achten des Trainings eigentlich schlecht los. Hülkenberg war nach einer Runde nur Zehnter. Und er hatte eine Untersuchung der Rennleitung wegen des Drehers von Lance Stroll an der Backe. Dabei war der Renault-Pilot nur Zuschauer. „Stroll lag neben einem Force India. Der hat eingelenkt, und Stroll musste noch schärfer einlenken. Dabei hat er sich in sich selbst reingedreht. Ich hatte nichts damit zu tun und wusste nicht einmal, dass es da eine Untersuchung gab.“ Die Sportkommissare legten den Fall dann auch schnell zu den Akten.

Hülkenberg wartet bis zur 40. Runde

Die ersten 20 Runden verliefen für Hülkenberg ziemlich zäh. „Ich hatte einfach nicht die Pace. Erst nach 20 Runden kam der Grip, und ich konnte wieder auf die Force India aufschließen.“ Nachdem Force India seine Piloten früh an die Box brachten, um einem Undercut vorzubeugen. disponierte Renault auf die Alternativ-Strategie um. Man ließ Hülkenberg weiterfahren. Bis zu 40. Runde. Keiner kam später zum Boxenstopp als der Rheinländer.

Genau die richtige Taktik, sagt Hülkenberg: „Das hat sich absolut gelohnt. Andersherum hätten wir nicht mehr gewonnen. Von daher war es richtig lange mit den Ultrasoft-Reifen zu fahren, um zu lernen, ob wir unser Problem in den Griff bekommen haben.“ Und ist es gelöst? „Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Zum Teil schon. Wir haben einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Aber da ist schon noch Bedarf, uns zu verbessern.“

Renault hatte den langen ersten Stint nicht von Anfang an auf dem Plan. Der Kommandostand reagierte auf die Rennsituation. „Ich fühlte mich gut auf den Reifen und konnte noch richtig Druck machen.“ In Runde 39 hatte Hülkenberg im indirekten Duell mit seinem direkten Gegner Esteban Ocon 21,5 Sekunden Vorsprung.

Hätte es sich nicht gelohnt, sogar noch ein paar Runden länger draußenzubleiben, um das Delta von 24 Sekunden zu schaffen? „Es war nicht mehr möglich, weitere Zeit gutzumachen. Als ich reingekommen bin, waren die Reifen hinüber. Einer der Hinterreifen hatte nichts mehr drauf. Ein, zwei Runden noch, und die Rundenzeiten wären richtig nach oben gegangen.“

Renault ohne Upgrade nach Barcelona

Auf dem Papier sollte Renaults Aero-Paket mit dem neuen Frontflügel und der Luftdurchleitung durch die Achse 3 bis 5 Zehntel bringen. Im Training zeigte das Upgrade Wirkung. Red Bull, Williams und Renault lagen innerhalb von 0,38 Sekunden. Ein klarer Fortschritt.

Im Rennen rutschten dem Werksteam wieder die Force India dazwischen. Sie fuhren nicht unbedingt die schnelleren Runden, aber Sergio Perez und Esteban Ocon hatten den besseren Start. Und Force India kann sich auf zwei Fahrer verlassen. Renault ist derzeit ein Einmann-Team. Jolyon Palmer fehlt mindestens eine Sekunde auf Hülkenberg. Wenn er nicht von der Strecke fliegt. Das Ungleichgewicht zeigt sich auch in der Konstrukteurs-WM. Force India hat 31, Renault 6 Punkte.

Im Kampf um die Vorherrschaft im Mittelfeld ist Renault vom Speed an Force India, Toro Rosso und HaasF1 vorbeigezogen. Das kann sich in Barcelona schon wieder ändern. Renault bringt in Spanien nur eine kleine Änderung am Unterboden. Williams, Force India, Toro Rosso und HaasF1 kündigen große Upgrades an.

Auch der Streckentyp wird in Zukunft mit entscheiden, wer hinter den drei Top-Teams die Oberhand gewinnt. „Die Erfahrungen sind alle Streckenbezogen.“, bestätigt Hülkenberg. „Der Asphalt in Sotschi ist extrem glatt. In Barcelona wird er viel rauer sein. Unser Auto wird auf jeder Strecke anders reagieren. Wir müssen unser Paket deshalb global an vielen Stellen nach oben schrauben.“

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Nico Hülkenberg setzte seine guten Trainingsleistungen mit dem 8.

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