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Nico Hülkenberg in Valencia

Ohne KERS-Power auf Platz fünf

Nico Hülkenberg erlebte mit Startplatz acht und Rang fünf im Rennen sein bestes Wochenende der Saison. Umso beachtlicher: Hülk musste sich ab Runde sieben ohne KERS durchs Feld kämpfen.

Im Jubel um Michael Schumacher ging die Leistung des zweitbesten Deutschen in Valencia fast ein wenig unter. Auch Nico Hülkenberg fuhr mit dem Force India ein starkes Rennen und brachte das Auto auf dem fünften Platz hinter Schumacher und Mark Webber ins Ziel.

Hülkenberg gibt die richtige Strategie vor

Zwar profitierte er vom Favoritensterben rund um Vettel und Co., doch bei so vielen Kamikaze-Manövern im dicht gedrängten Mittelfeld ist Ankommen auch eine Herausforderung. "Man hat den Überblick verloren", sagt Hülk. "Als wir nach dem Safety Car mit sieben oder acht Autos im Zug herumgefahren sind, war es wirklich unübersichtlich und schwer zu wissen, wie es aussieht."

Es sah gut aus. Hülkenbergs Zweistopp-Strategie ging im Gegensatz zur Einstopp-Taktik seines Teamkollegen Paul di Resta auf. "Wir haben auch darüber nachgedacht, aber ich habe schon in Runde zehn gefunkt, dass ich nicht glaube, dass eine Einstopp-Strategie klappt. Der Reifenverschleiß war zu hoch."

Force India-KERS gibt den Geist auf

Zum ersten Mal steuerte Hülk in Runde 14 die Box an und wechselte von den weichen auf die Medium-Reifen. Eine Runde früher als ursprünglich geplant. "In Runde sieben ist leider das KERS ausgefallen", berichtet Hülkenberg. "Das hat es schwer gemacht, meinen Fahrstil anzupassen. Ich hatte dadurch blockierende Räder und mir einen Bremsplatten eingefangen."

Das zweite Mal holten ihn die Force India-Strategen in Runde 28 während der Safety Car-Phase in die Box. "Der letzte Stint war mit 20 Runden lang. Am Ende waren die Reifen fertig." Gegen Schumacher und Webber mit frischen Sohlen hatte er keine Chance.

Force India muss noch aufholen

Trotzdem ist Hülkenberg mit dem Ergebnis zufrieden. Ohne das KERS-Handicap wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen. "Auf der langen Geraden hatte ich ohne KERS in der DRS Zone keine Chance."

Die Force India-Ausbeute mit beiden Autos in den Punkten war dennoch groß. Einen echten Fortschritt kann Hülkenberg daran aber nicht festmachen. "Man muss es relativieren", sagt er. "Fünfter und Siebter sieht auf dem Papier gut aus. Aber man muss auch die Umstände dazu sehen. Williams und Sauber sind vor uns. Da haben wir schon noch ein bisschen aufzuholen."

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Die meisten Teams setzten in Valencia auf eine Zweistopp-Taktik.

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